Den Weg der Recherche, wie man einen Autounfall letztlich als Mord outen kann, haben wir im ersten Kapitel dokumentiert: Forbrydelsen: die Recherche. Was danach geschah unter Crowdsourcing: die Veröffentlichung und die Folgen. Hier geht es darum, was man daraus lernen kann.
sind es, die die Redaktion und das spezielle Investigativteam aus dem journalistischen Crowdsourcing gezogen haben:
Im Januar 2009 wurde das vierköpfige Redaktionsteam mit dem renommierten „Cavling“-Preis ausgezeichnet. Ministerpräsident RASMUSSEN, der bei dieser Zeremonie anwesend war, bedankte sich ausdrücklich für die Arbeit der Reporter. Obwohl er sich anfangs sicher ziemlich darüber geärgert hatte. Aber letztlich war er froh, dass es jetzt Verbesserungen gab, die er politisch ohne großen Widerstand durchsetzen konnte.
Im März 2009 wurde das Konzept des publizistischen Crowdsourcing erneut eingesetzt.
Eltern eines 14 Monate alten Säuglings hatten sich an die Redaktion gewandt. Ihr Baby hatte eine Batterie verschluckt. 11 Ärzte innerhalb 14 Tagen hatten ihnen nicht geglaubt und eine Röntgenaufnahme verweigert. Das Baby starb.
Innerhalb weniger Monate verbreitete sich auch diese Aktion „In der Hand des Arztes“ wie ein Lauffeuer durchs ganze Land. Und löste wiederum entsprechende Reaktionen aus. Und begann öffentlichen Druck auszulösen. Mit dem Ergebnis, dass sich wiederum viele Dinge veränderten. Konkret: verbesserten.
Die gesamte Geschichte nebst komplettem Ablauf bis hin zur Rückgängigmachung der Polizeireform haben Morten CRONE und Morten FRICH in einem Ebook in dänischer Sprache zusammengefasst: Forbrydelsen artikler ebook 2009-11-15_425S (423 Seiten, 6 MB)
Eine Zusammenfassung der polizeilichen Ermittlungen in dänischer Sprache gibt es auf 13 Seiten: Ronnei-Polizeiermittlungen_ebook
Der erste Artikel der gesamten Serie ist z.Zt. (noch) im Online-Archiv. Wir haben ihn sicherheitshalber – wie die anderen Materialien – in unser eigenes Archiv downgeloadet: Forbrydelsen – kapitel 1
Eine Darstellung der journalistischen Vorgehensweisen und angewandten Methoden bei dieser Geschichte haben die Autoren Lene BIDSTRUP, Maria Houen ANDERSEN und Mads HEY im Rahmen einer größeren Seminararbeit an der Journalistik-Fakultät der Roskilde-Universität erstellt (112 Seiten): Forbrydelsen_speciale
Morten CRONE, bei dem der erste anonyme Anruf aufgelaufen war und der die Geschichte in Gang gesetzt hat, können Sie kontaktieren unter mcr[at]berlingskemedia.dk