NAVALNY ist zäh, er gibt nicht auf. Ständige Verurteilungen durch Gerichte, ständige Verhaftungen und Tage in diversen Moskauer Gefängnissen bringen ihn nicht zum Einlenken. Die staatliche Macht beginnt zu begreifen, dass der in allen staatalichen Medien verschwiegene Alexej NAVALNY sich trotzdem zu einer potenziellen Bedrohung entwickelt.
NAVALNY's Filme "Tschajka" (2015), in dem er den russischen Generalstaatsanwalt Jurij TSCHAIKA aufs Korn nimmt oder den russischen Ministerpräsidenten Dmitrij MEDWEDEW (2017), der ein Weingut in der Toskana unterhält, und NAVALNY's wöchentliche Sendung auf seinem YouTube-Kanal kratzen ununterbrochen am flächendeckenden System des Reichs von Wladimir PUTIN und seinen Truppen. Das MEDWEDEW-Video wurde bis heute immerhin 36 Millionen Male aufgrufen - ein Hit in einem Land mit 145 Millionen Einwohnern.
Im August 2020 passiert es: NAVALNY bricht während eines Rückfluges aus Sibiren (Tomsk) nach Moskau im Flugzeug zusammen. Der Flieger muss in Omsk notlanden, der Oppositionskritikernwird ins Krankenhaus gefahren, wo die Ärzte nichts feststellen können außer einer "Stoffwechselstörung". Von einer potentiellen Vergiftung können/wollen/sollen/dürfen sie nicht reden oder mutmaßen.
Mit internationaler Hilfe wird NAVALNY in die Berliner Charite ausgeflogen. Dort können die Ärzte, die sich mit Vergiftungen inzwischen auskennen, weil schon mehrere osteuropäische Menschen dort behandelt wurden, am Tag 3 ersteinmal nur feststellen, dass er vermutlich vergiftet wurde, weil Nervengifte sogenannte hit-and-run-Substanzen sind: einmal in den menschlichen Körper eingedrungen, beginnen sie zu wirken und lösen sich dann auf, spurlos in der Regel. Man kann diesen Vorgang nachträglich nur indirekt nachweisen (Details dazu an anderen Stelle und in anderem Zusammenhang unter www.ansTageslicht.de/TCP).
Ob sich eindeutig klären lässt, was passiert ist, bleibt ersteinmal ungewiss, auch wenn jetzt erfahrene Giftspezialisten mit ihrer forensischen Spurensicherung beginnen. Russlands Behörden jedenfalls wollen/sollen/können/dürfen derzeit keinen Grund für eigene Ermittlungen sehen.