In der Moskau vorgelagerten Stadt Chimki tobt derzeit ein Kampf zwischen der "Macht" und großen Teilen der Zivilgesellschaft, die bereits die EU erreicht hat. Eine geplante Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg, deren Sinn niemand bestreitet, soll ausgerechnet durch den Chimki-Wald gebaut werden, einer der wichtigen Waldgebiete in der von ökologischen Problemen geprägten Ballunsmetropole. Einer, der darauf schon früh aufmerksam gemacht hat, aber auch die Stadtverwaltung hinsichtlich anderer merkwürdiger Vorkommnisse kritisiert hat, der Chefredakteur einer kleinen Zeitung, wurde im November 2008 derart zusammengeschlagen, dass er heute als Krüppel lebt und nicht mehr sprechen und schreiben kann - seine linke Gehirnhälfte wurde zertrümmert.
Bis heute sind die Täter nicht gefunden, andere Journalisten ebenfalls zusammengeschlagen, die Autobahn nach wie vor in der Planung. Allerdings ist die Europäische Kommission aus der zugesagten Finanzierung ausgestiegen. Wer von den beiden russischen Führern sich bei diesem Projekt durchsetzen wird, ist völlig offen: MEDVEDEV oder PUTIN. Zugleich bildet die Geschichte den immerwährenden Konfikt ab, nicht nur in Russland: Zivilgesellschaft versus "Macht"
