
Das kommt selten vor: Dass Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte auf der Strasse demonstrieren gehen. So geschehen in Koblenz. Die Landesregierung wollte das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz nach ihrem Gusto etwas mehr an die Kandare nehmen. Und zum Schluss, als dies nicht gelingen wollte, das Gericht ganz auflösen: durch Fusion mit einem anderen OLG.
In 2 Etappen spielt sich die Geschichte ab, als die SPD, kaum hatte sie die absolute Mehrheit, einen Richter mit Parteibuch auf den Präsidentenposten hieven wollte: Zuerst wurden alle regulären Spielregeln außer Kraft gesetzt. Als man per Gerichtsentscheid wieder alles rückgängig machen musste, wollte man auch das umgehen: durch 'Abwicklung' des fraglichen Oberlandesgerichts. Die Rhein-Zeitung, die dieses Thema über Jahre kritisch begleitet hatte, erhielt 2012 dafür einen "Wächterpreis der Tagespresse".
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Fünf Jahre hat es gedauert bis es soweit war: Dass jener Präsident des OLG Koblenz werden konnte, der von Anfang der Geeignetere war - weil er nicht als SPD-Sympatisant galt und schon garnicht ein Parteibuch hatte.
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Zum Beispiel über "Ämterstabilität": Erhält ein Beamter einen Job zu Unrecht, darf er ihn behalten. Die Stabilität des Amtes genießt einen höheren Rang als die Korrektur der Rechtswidrigkeit. Oder über "König Kurt", der danach und inzwischen freiwillig sein Amt aufgegeben hat.
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Kritische Begleitung politischer Diskussionen und merkwürdigen politischen Verhaltens gehört zu den essentiellen Dingen lokaler Berichterstattung. So auch in diesem Fall: Über 6 Jahre lang war die Rhein-Zeitung am Ball geblieben.
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Ein nachträgliches Resümee der Initiative "Pro Justiz Rheinland e.V.", die maßgeblich den zivilen Widerstand organisiert hatte.
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