
Sie kommen vor. Sogar von der Lufthansa zugegeben: 1 Fume Event auf ca. 2.000 Flüge. Umgerechnet auf die Flüge dieser Airline vor Corona sind das 10 solcher Vorfälle pro Woche. Nicht immer fallen sie drastisch aus. Gottob!
Aber ab und an eben doch. Und das müsste nicht sein. Bzw. dürfte auch gar nicht sein. Denn die EASA, die Europäische Luftfahrtaufsichtsbehörde mit Sitz in Köln, hat klare Vorschriften: In der Kabinenluft dürfen sich keine gefährlichen Substanzen befinden. Und deshalb müssen Sensoren in die Flieger eingebaut sein.
Nur: Es hält sich keiner daran. Und es wird nicht kontrolliert. Und ist auch nicht sanktioniert. Die "Politik da oben", das sind die Vertreter der Parteien CDU/CSU, SPD, FDP und FDP, akzeptieren das. Und nur BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE woll(t)en das ändern. Haben sie aber bisher nicht. Deshalb kommt es zu solchen “incidents”.
Wir dokumentieren solche Vorkommnisse. Und die Folgen.
Diese Übersichts-Site mit allen hier ausgewiesenen Kapiteln können Sie direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/incidents. Ein kontinuierliches Reporting macht seit vielen Jahren der Aviation Herald: https://avherald.com.
10 Minuten können eine Ewigkeit bedeuten: Dann, wenn von zwei Piloten nur einer im Cockpit ist und der vorübergehend bewusstlos wird. So geschehen am 17. Februar 2024 auf einem Lufthansa-Flug. Erinnerungen an den Absturz im Jahr 2015 werden wach ...
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So wie es hier auf einem Flug am 17. September 2010 in einer Boeing 757 aussah, Rauchschwaden und bissiger Gestank im ganzen Flugzeug ("Fume Event"), ist es nicht immer. Manchmal riecht man es nur ("Smell Event") und meistens noch nicht einmal das. Trotzdem: das Risiko fliegt immer mit. Und ist am gefährlichsten, wenn man es nicht merkt. Weil man dann hinterher keine Gegenmaßnahmen ergreifen kann.
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Fast wäre es zum Desaster gekommen, aber es ging noch einmal gut: Gleich beide Piloten wurden von einem Fume Event praktisch schachmatt gesetzt -einer der bisher gefährlichsten Vorfälle, soweit bekannt. Auch dieser Incident wurde nicht durch die Airline und nicht durch die Behörden, z.B. der BFU bekannt. Es war ein Journalist, der das im Rahmen eines Hearings im Bundestag zur Sprache brachte. Und erst dann begann die BFU eine Untersuchung zu starten. Alltag im deutschen Flugwesen?
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In den Flugunterlagen ist klar eingetragen, dass man toxische Ölrückstände gefunden hat, die über die Klimaanlage im Flugzeug verteilt worden waren: ein Fume Event. Der Captain Markus FENZEL ist seither krank, sprich flugunfähig. Wir rekonstruieren, was passiert, wenn die Airline und die Berufsgenossenschaft Verkehr zu manipulieren beginnen. Und wie einfach das ist. Und wie schwer für Betroffene, das nachzuweisen und geltend zu machen.
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"Underreporting" bedeutet: abwiegeln, kleinreden, etwas herunterspielen. Im Falle der kontaminierten Kabinenluft (Fume Event) geschieht es systematisch. Und wiegt alle in Sicherheit - aufgrund geringer Zahlenwerte. Aber es ist eine Wahrnehmungsfalle. Und die stellt nichts anderes als ein Risiko dar: für die Sicherheit im Luftverkehr, die Crew und auch Vielflieger.
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