Wenn Unternehmen eine große Öffentlichkeitskampagne fahren wollen, müssen sie PR-Leute einschalten, die ihrerseits versuchen, ihre Anliegen oder Themen medienwirksam zu ‚verkaufen’. Und sie müssen bei den Medien Anzeigen schalten. Beides kostet Geld.
Wenn Medien selbst eigene Belange in die Öffentlichkeit bringen wollen, ist das einfacher: da sie die Besitzer der öffentlichkeitswirksamen Plattformen sind, können sie ganz unkompliziert, sprich jederzeit und ohne großes Geld, ihre eigenen Anliegen ganz schnell thematisieren.
Wenn Medien an Unternehmen beteiligt sind und sie deren Anliegen ganz nach vorne bringen wollen, geht das ebenfalls ganz einfach. Konkurrierende Unternehmen allerdings haben es dann entsprechend schwerer: ein klarer Wettbewerbsnachteil. Wenn die Besitzer der öffentlichkeitswirksamen Plattformen dann aber
- verschweigen,
- dass sie als „unabhängige“ Kontrollinstanz öffentlicher Interessen ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen pushen, nämlich jene ihrer beteiligten Firmen,
dann gerät dies schnell in die Sphäre des Missbrauchs von Meinungsmacht.