Odyssee einer medizinischen und juristischen Leidensgeschichte: der Fall Lisa HASE

Seit 1988

ist Lisa HASE Patientin der Universitätszahnklinik Göttingen. Dort wird, so vermutet jeder, nach dem neuesten Stand der zahnmedizinischen Erkenntnis gearbeitet.

Zunächst erlebt HASE das auch so. Sie bekommt zum Beispiel eine aufwendige Goldhämmerfüllung am Schneidezahn, mit der sie sehr zufrieden ist. Ihre parodontale Behandlung übernimmt ein "Prof. Dr." der Parodontologie, hier bezeichnet als Zahnarzt Nr. 1. Bis 1997 ist sie eine gesunde ‚Kundin‘ mit vollständigem, gepflegtem Gebiss und schönen, vitalen Zähnen


Im Rahmen eines Studentenkurses werden Okklusionsstörungen im Seitenzahnbereich festgestellt, die aber zu diesem Zeitpunkt keine Beschwerden verursachen. 
Die von HASE gewünschte Versorgung mit zwei keramischen Inlays bekommt sie nicht, stattdessen werden ihr zwei Teilkronen aus einer Hochgoldlegierung empfohlen und eingesetzt, die auf der Kaufläche nicht keramisch verblendet sind. 
Begründung des Zahnarztes Nummer 2: für Patienten mit Okklusionsstörungen und Neigung zu Bruxismus (Zähnepressen und – knirschen) in Stresszeiten sei keramischer Zahnersatz im Molarenbereich (Seitenzähne) zu hart. Er könne zu Problemen führen



Allerdings: 1998 findet ein Wechsel statt, der sich aufgrund des Todes von Prof. Dr. Alex MOTSCH, Leiter der Abt. Zahnerhaltung, ergibt.
MOTSCH gilt bundesweit als anerkannte Autorität aus dem Gebiet der Okklusions- und Funktionslehre, als „Okklusionspabst“. Er hat in Forschung und Lehre hervorgehoben, dass Zahnärzte über den Rand der Zähne hinausschauen und die Gesunderhaltung des gesamten Kauorgans im Blick behalten müssen. Er hat darauf hingewiesen, dass es zu schweren  Schmerzerkrankungen und gesundheitlichen Störungen kommen kann, wenn Zahnärzte Störungen der „Okklusion“ verursachen, konkret: wenn die Zähne oben und unten fehlerhaft aufeinandertreffen. Das kann schnell passieren, wenn Zahnersatz zu hoch oder zu niedrig angefertigt wird oder auch, wenn keramischer Zahnersatz verwendet wird, der sich nicht einschleift.   

Lisa HASE bemerkt davon ersteinmal nichts. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen geht sie weiterhin zur Zahnklinik der Uni Göttingen, auch wenn das organisatorisch immer etwas aufwendiger ist.


06.08.1997

Mit Beschwerden an Zahn 44 im Unterkiefer wendet sich HASE erneut an die Universitätszahnklinik Göttingen. Der Zahn ist seit fünf Jahren mit einem Inlay aus einer Goldlegierung versorgt. Die behandelnde Ärztin, Zahnärztin Nummer 3, schließt eine Karies unter dem Inlay aus. 
Diagnose: HASE habe lediglich empfindliche Zahnhälse.

Diese Diagnose kann den anhaltenden Schmerzen der nächsten Jahre nicht standhalten.
 Die Schmerzen werden in den nächsten Jahren mal mehr, mal weniger. Sie sind „lästig, aber nicht unerträglich“. Heute weiß HASE, dass das nicht untypisch ist für einen chronisch verlaufenden kariösen Prozess.
Denn schließlich wird sich herausstellen, dass sich unter dem Inlay eine kleine, aber tiefe Karies in der Mitte des Loches befindet. Sie scheint also nicht von außen eingedrungen sein, sondern sich dort über viele Jahre entwickelt zu haben


15.06.2000

Erneut Schmerzen am Zahn 44. HASE wird wieder in der Zahnklinik vorstellig und bittet ausdrücklich um die Entfernung des Inlays. Neuer behandelnder Arzt, der HASE wegen des Weggangs der vorherigen Behandlerin zugeteilt wird, ist Zahnarzt Nummero 4


07.09.2000

Zahnarzt Nummer 4 lässt ein Röntgenbild des Zahnes 44 anfertigen. Dort ist nichts Auffälliges zu sehen. Trotz des nachdrücklichen Wunsches von HASE entfernt er das Inlay nicht. Er trage die Verantwortung und könne Karies unter dem Inlay mit 100%iger Sicherheit ausschließen


10.10.2001

Nach einer Phase nachlassender Schmerzen in Zahn 44 haben diese erneut stark zugenommen.
 HASE bittet in der Uni-Zahnklinik um einen anderen Zahnarzt. Sie wird an Zahnarzt Nr. 5 verwiesen und bittet erneut um die Entfernung des Inlays.  Dieser fertigt ein Röntgenbild des Zahnes an und kommt ebenfalls zum Schluss, dass er das Inlay nicht entfernen muss. Eine Karies könne er definitiv ausschließen. 

Bei der späteren Einsichtnahme in ihre Patientenakte wird HASE feststellen, dass in der Röntgenabteilung der falsche Zahn geröntgt worden war.
 Die Odyssee um Zahn 44 geht weiter


01.02.2002

Die Schmerzen in Zahn 44 haben erneut zugenommen. Mit sehr viel Nachdruck gelingt es HASE, eine Ärztin im Notdienst der Zahnklinik, Zahnärztin Nr. 6, dazu zu bewegen, das Inlay zu entfernen. Sie stellt eine tiefe Karies in der Mitte des Loches fest, die den Zahnnerv erreicht hat. Sie scheint nicht vom Rand her eingedrungen zu sein.

Der Zahn ist nicht mehr zu retten. Im August 2002 wird er entfernt


20.02.2003

Lisa HASE’s neue Ärztin der Zahnklinik, Zahnärztin Nr. 7, versorgt die Zahnlücke des Zahnes 44 mit einer keramikverblendeten Freiendbrücke. Den Hinweis auf die Meinung ihrer Kollegen, keramischer Zahnersatz im Seitenzahnbereich sei bei HASE nicht indiziert, weist sie zurück mit dem Hinweis, die Lehrmeinung sei überholt, moderne Keramiken seien nicht mehr härter als Zahnschmelz.

Auf die Ursache des Verlustes des Zahnes 44 angesprochen, teilt sie HASE mit: „Auf keinem Röntgenbild der Welt kann man sehen, was sich unter einer Metallversorgung befindet“.

Wenige Tage nach Einsetzen der keramisch verblendeten Brücke beginnen die Pfeilerzähne der Brücke zu schmerzen. Die Schmerzen nehmen stark und schnell zu. Der nächste Zahnarztbesuch lässt damit nicht lange auf sich warten


28.03.2003

Wegen zunehmender Zahnschmerzen in den Pfeilerzähnen der Brücke wird HASE erneut bei Zahnärztin Nummer 7  vorstellig. Sie empfiehlt eine Aufbissschiene, die HASE nachts tragen soll. 
Bis April 2004 wird sie diese Aufbissschiene mehrfach kontrollieren.


Im April 2004, zwei Wochen nach der letzten Kontrolle von Zahnärztin Nr. 7, wird Zahnarzt Nr. 10 feststellen, dass die von ihr gefertigte Aufbissschiene Fehlkontakte gerade im Bereich der Zähne aufweist, zu deren Schutz sie angefertigt wurde. Und nochmals ein Jahr später, im Januar 2005, wird der Gutachter, Prof. LOTZMANN, diese Fehlkontakte bestätigen


05.05.2003

Jetzt ist es aber erst Mai 2003. Die Zahnschmerzen in den Pfeilerzähnen der Brücke sind unerträglich geworden. Zahnärztin Nr. 7 rät zur Devitalisierung (Entfernung des Zahnnervs) des am stärksten schmerzenden Zahnes. Nur weiß sie nicht, welcher das ist. Beide Zähne schmerzen stark. Und HASE möchte den Verlust weiterer Zähne gern vermeiden


21.07.2003

Die Schmerzen in den Pfeilerzähnen der Brücke haben nachgelassen. Zahnärztin Nummer 7 versorgt einen Zahn in der anderen Mundhälfte mit einer ebenfalls keramikverblendeten Krone. 
Unmittelbar nach Einsetzen der Krone setzen starke Schmerzen in dem Zahn ein. Nach ein paar Wochen lassen sie nach


Oktober 2003 bis März 2004

Ende Oktober bekommt HASE erneut Zahnschmerzen: die Pfeilerzähne der Brücke beginnen erneut zu schmerzen. Da sie die von Zahnärztin Nr. 7 vorgeschlagene Devitalisierung weiterer Zähne gern vermeiden möchte, wendet sie sich an eine niedergelassene Ärztin in Göttingen, Zahnärztin Nr. 8. Nach ein paar Wochen setzen Schmerzen in dem Zahn ein, der der im Juli 2003 in der Zahnklinik eingesetzten Krone gegenüber liegt. Er ist ebenfalls keramisch verblendet.

Über Monate nehmen die Schmerzen in den Pfeilerzähnen des neuen Zahnersatzes sowie in den gegenüberliegenden Zähnen zu. Dann beginnen auch andere Zähne zu schmerzen, HASE bekommt Gesichts- und Nackenschmerzen. Zahnärztin Nr. 8 devitalisiert drei Zähne im Seitenzahnbereich, allein aufgrund der starken Schmerzen. Eine Linderung der Schmerzen wird dabei allerdings nicht erreicht


02.04.2004

HASE bittet um einen Termin bei Zahnärztin Nummer 7 in der zahnärztlichen Uniklinik Göttingen. Als HASE pünktlich zu ihrem Termin erscheint, muss Nummero 7 allerdings weg und übergibt sie einem Kollegen, Zahnarzt Nummero 9.

Gegen den Widerstand des neuen behandelnden Zahnarztes Nr. 9 kann HASE durchsetzen, dass der im letzten Jahr provisorisch implantierte keramisch verblendete Zahnersatz entfernt und erneut durch Kunststoffprovisorien ersetzt wird. Nach wenigen Tagen beginnen die Schmerzen nachzulassen. 

Doch eine unzureichende medikamentöse Versorgung einer unfertigen Wurzelbehandlung führt zu einer starken Zahn- und Knochenentzündung, die wenig später zum endgültigen Verlust auch dieses Zahnes führt


13.04.2004

Die anhaltenden unerträglichen Schmerzen und Hilflosigkeit ihrer Zahnärzte schlagen sich auf HASE‘s Psyche nieder. Sie bittet den Psychoanalytiker und Psychotherapeuten, Prof. Dr. Hannes FRIEDRICH, um Krisenbegleitung.



Dieser bescheinigt ihr in einer Stellungnahme im Rahmen ihres Antrags auf Gewährung einer Berufsunfähigkeitsrente, im Jahr 2006, dass ihre damalige psychische Lage eine Folge der Zahnschmerzen war und nicht andersherum:



„Abschließend ist festzustellen, dass die psychische Situation von Frau Hase eindeutig die Folge organisch bedingter Zahnerkrankung und der damit verbundenen Schmerzen ist, es keinerlei emotionale, psychische, psychosoziale oder psychosomatische Konflikte und Belastungen gibt, die darauf hinweisen, dass ihre Symptome durch sie bedingt sind. Es handelt sich eindeutig um eine reaktive Depression der Patientin, die nicht verursacht ist durch biografische Konfliktkonstellationen oder emotionale und psychische Konflikte ihrer jetzigen Lebenssituation, sondern die die Folge der organischen Erkrankung ist.“

FRIEDRICH empfiehlt einen neuen Zahnmediziner: Zahnarzt Nummer 10


19.04.2004

Vier Tage später in einer neuen freien Zahnarztpraxis: Zahnarzt Nummer 10 stellt starke Funktionsstörungen bei HASE fest. Er untersucht die Aufbissschiene der Zahnklinik und stellt fest, dass diese Fehlkontakte gerade in dem Bereich der Zähne aufweist, zu deren Schutz sie eigentlich angefertigt worden war. Er teilt HASE mit, dass ihre Zahnschmerzen seiner Meinung nach durch Störungen von Okklusion und Funktion verursacht worden sind. Er rät ihr, die Aufbissschiene der Zahnklinik nicht mehr zu tragen


13.05.2004

HASE ist schmerzfrei. Sie möchte diese Situation nutzen. Sie wünscht eine Beratung über die ihr verbliebenen therapeutischen Möglichkeiten, einen zahnärztlichen Behandlungsplan zur langfristigen Gesunderhaltung ihres Gebisses, zur Vorbeugung erneuter schwerer Schmerzzustände.  Zahnarzt Nr. 10 vertröstet sie auf später. Er behandelt sie mit einer neuen Aufbissschiene im Oberkiefer. HASE vereinbart einen Termin bei Prof. Dr. Zahnarzt Nr. 1


07.06.2004

HASE bittet Prof. Dr. Zahnarzt Nr. 1 um die Kompetenz der Zahnklinik für eine Beratung und  Planung ihrer weiteren Behandlung. Sie informiert ihn darüber, dass sie seit der Behandlung von Zahnärztin Nr. 7 an starken Schmerzen gelitten hat, und dass Zahnarzt Nr. 10 starke Funktionsstörungen diagnostiziert hat. Lisa HASE hält der zahnärztlichen Uniklinik also indirekt schlechte Arbeit vor. Reaktion: Die Beratung und Weiterbehandlung in der Zahnklinik abgelehnt und HASE zurück zu Zahnarzt Nummer 10 verwiesen.



Doch Zahnarzt Nummer 1 (Prof. Dr.) verweigert HASE nicht nur die Behandlung, er ruft Zahnarzt Nummer 10 an und behauptet, HASE würde gegen die Zahnklinik klagen und verunglimpft sie so als Problemfall und „psychisch krank“. Diesen Anruf wird Zahnarzt 10 später gegenüber Prof. Friedrich bestätigen. Tatsächlich wird Lisa HASE Klage gegen die Behandler der Zahnklinik erheben, allerdings erst ein halbes Jahr später.

Zu diesem Zeitpunkt haben erneut Schmerzen in zwei Zähnen mit begonnenen Wurzelbehandlungen eingesetzt. Als sich HASE mit diesen Schmerzen daraufhin an Zahnarzt Nr. 10 wendet, schickt er HASE zu seiner Mitarbeiterin, Zahnärztin Nummer 11. Die führt eine Notfallbehandlung durch


09.06.2004

Zwei Tage später schickt  Zahnarzt Nummer 10  seine Patientin HASE trotz starker Zahnschmerzen erneut weg.  Er „empfiehlt“ ihr, sich an Zahnärztin Nr. 12 oder die Zahnklinik (Prof. Dr. Zahnarzt Nummero 13) zu wenden, ohne mit diesen die Weiterbehandlung abzuklären.




Später wird Prof. FRIEDRICH in einer schriftlichen Zeugenaussage erklären, dass Zahnarzt Nr. 10 ihn angerufen und ihm mitgeteilt hat, dass er sich aus der Behandlung von HASE zurückziehen werde. Er habe dies damit begründet, dass Prof. Dr. Zahnarzt Nr. 1 von der Universitätszahnklinik ihn darüber informiert habe, das HASE gegen die Zahnklinik klagen würde und die Zahnklinik der Meinung sei, HASE sei psychisch krank.

Folge: Zahnarzt Nummer 10 behandelt seither Lisa HASE nicht mehr sachgerecht bzw. schiebt sie immer häufiger an seine Mitarbeiterinnen Zahnärztin Nr. 11 und Zahnärztin Nr. 14 ab.




Er teilt seiner Patientin seine Entscheidung aber nicht mit. (Zahnärzte dürfen aus kassenrechtlichen Gründen die Behandlung ihrer Patienten nicht grundlos abbrechen. Sie sind zudem bei allen Patienten zur Notfallbehandlung verpflichtet.)

Die Diskreditierung HASEs durch ihre ehemaligen Ärzte gegenüber Kollegen scheint sich derweil umfassend auszuweiten


22.09.2004

Zahnärztin Nr. 14 („Mitarbeiterin“ von Dr. Nr. 10) devitalisiert einen weiteren Zahn allein aufgrund der starken Schmerzen.

 Und Zahnärztin Nr. 11 (weitere Mitarbeiterin von Dr. Nr. 10) rät HASE zur Devitalisierung eines weiteren Zahnes.

Beides erfolgt, obgleich HASE bei Dr. Nr. 10 wegen Okklusions- und Funktionsstörungen in Behandlung ist und dieser HASE mitgeteilt hatte, dass er die Devitalisierung von Zähnen, die infolge von Okklusions- und Funktionsstörungen schmerzen, für fehlerhaft hält. 



Was man wissen muss:
 Zahnärztin Nummer 11 und 14 sind nicht offiziell Mitarbeiterinnen von Zahnarzt Nummer 10, also nicht kassenrechtlich. Aber faktisch. Und damit auch haftungsrechtlich. 
Um eben diese Frage wird es später erbitterten Streit geben, weil diese Frage im Haftungsprozess entscheidungserheblich ist


09.11.2004

Der Endodontologe (Spezialist für Wurzelbehandlungen) Zahnarzt Nummer 15 bricht die Behandlung mit HASE ab. Eine Weiterbehandlung sei nie verabredet gewesen, außerdem lässt er HASE wissen, dass er sie zu keiner Zeit behandeln werde.

Seiner Patientenakte ist zu entnehmen, dass er zuvor mit Zahnärztin Nummer 7 telefoniert hat. Sie ist (und ist bis heute) Zahnärztin in der Universitätszahnklinik Göttingen und hatte HASE im Jahr 2003 den keramisch verblendeten Zahnersatz angefertigt.

HASE hat keinen von beiden von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden.

Da HASE starke Zahnschmerzen hat, wendet sie sich erneut an Zahnarzt Nr. 10. Dieser schickt sie zu seiner Mitarbeiterin Zahnärztin Nr. 14. Diese wiederum delegiert die Arbeit im offenen Wurzelkanal von HASE an eine Helferin, die diesen mit Instrumenten reinigt und dabei hängen bleibt. Später (am 30.12.2004) wird sich herausstellen, dass dabei ein Instrumententeil abgebrochen und im Kiefer von HASE stecken blieben ist.

Heute weiß HASE, dass es nicht zulässig ist, Zahnarzthelferin Arbeiten mit Instrumenten in offenen Wurzelkanälen zu übertragen


15.11.2004

Nachdem sie bereits von Zahnarzt Nummer 15 weggeschickt worden ist, möchte der Endodontologe Zahnarzt Nummer 16 im 120 km entfernten Peine HASE trotz starker Schmerzen ebenfalls nicht helfen. Als sie zu dem verabredeten Termin eintrifft, teilt er ihr mit, er behandele sie nicht, da sie keinen Überweisungsschein dabei habe


18.11.2004

Daraufhin schickt Zahnarzt Nummer 10 sie zu Zahnärzten nach Einbeck, 30 km von Göttingen entfernt.

Auch diese behandeln Lisa HASE nicht, sondern schicken sie nach einem Telefongespräch mit Zahnarzt Nr. 10 zu ihm zurück


28.12.2004

Lisa HASE's Klage Nr. 1


Nach Jahren von Schmerzen und zahnärztlicher Pein reicht Lisa HASE Klage gegen die Universitätszahnklinik Göttingen mit den Behandlern Nr. 4, 5, 7 und 9 und Zahnärztin Nr. 8 ein. 
Der Vorwurf (u.a.):  fehlerhafte Behandlung des Zahnes 44, die unzureichende Diagnostik und Therapie der Zahnschmerzen nach der Implantation des neuen Zahnersatzes und die nichtindizierten Devitalisierungen


30.12.2004

Bei der Extraktion des Zahnes 45 stellt Endodontologe Nr. 18 fest (es handelt sich um den Zahn, in dem eine Helferin der Praxis  von Zahnarzt Nr. 10 und Kollegen am 09.11.2004 mit Instrumenten gearbeitet hat), dass ein abgebrochenes Instrumententeil unter dem Zahn im Knochen steckt. Er entfernt dieses und re-implantiert den gezogenen Zahn.
Dies führt zu einer schweren Knochenentzündung. HASE muss Antibiotika nehmen, obgleich dies wegen eines drei Jahre zurückliegenden schweren Antibiotikaschadens des Darms für sie mit hohen Risiken verbunden ist. Sie bekommt starke Durchfälle, die über ein Jahr anhalten und entwickelt eine Histaminunverträglichkeit.

Der Zahn muss dennoch extrahiert werden


31.01.2005

Um ihre Klage gegen die Uniklinik zu untermauern, hat Lisa HASE vor dem Amtsgericht Göttingen noch  vor Klageeinreichung beim Landgericht Göttingen ein Beweissicherungsverfahren beantragt.

Der von der Zahnärztekammer Niedersachsen empfohlene Gutachter Prof. LOTZMANN untersucht im Rahmen eines gerichtlichen Beweissicherungsverfahrens die Aufbissschiene der Zahnklinik Göttingen.

HASE leidet zu diesem Zeitpunkt u.a. unter starken Zahnschmerzen in dem wurzelbehandelten Zahn 35. Der Endodontologe Zahnarzt Nr. 18 hat ihr geraten hat, den Zahn entfernen zu lassen, sollte Zahnarzt Nr. 10 , der die Okklusions- und Funktionsstörugen von HASE mit einer Aufbissschiene behandelt, die HASE regelmäßig nachts trägt, Störungen der Okklusion als Ursache ihrer Zahnschmerzen sicher ausschließen könne. Aus diesem Grund überprüft Prof. LOTZMANN auch die Okklusion der aktuell getragenen Aufbissschiene von  Zahnarzt Nr. 10. Er stellt auf dieser Fehlkontakte in der linken Mundhälfte fest, überprüft deren Zusammenhang mit den Schmerzen von HASE und teilt mit, die Aufbissschiene sei mit hoher Wahrscheinlichkeit Ursache ihrer Schmerzen in diesem Bereich


01.02.2005

Am nächsten Tag sucht HASE die Praxis von Zahnarzt Nr. 10 auf, weist auf das Ergebnis der Untersuchung von Prof. LOTZMANN hin und bittet um einen Termin zur Korrektur der Schiene.
Zahnarzt Nr. 10 verweigert die Behandlung.

HASE sucht daraufhin Zahnärztin Nr. 19 auf. Sie ist ihr als Spezialistin für Funktionsstörungen empfohlen worden.

Zahnärztin Nr. 19 reduziert die Aufbissschiene von Zahnarzt Nr. 10 im Bereich des schmerzenden Zahnes. Das führt für einen Tag zur Schmerzentlastung, dann setzen erneut starke Schmerzen in diesem Bereich ein. Zahnärztin Nr. 19 schlussfolgert hieraus, dass die Schmerzen nicht okklusal verursacht sein können. HASE folgt daher der Empfehlung von Zahnarzt Nr. 18 und lässt den Zahn am 04.02. ziehen.

Heute weiß HASE, dass die Diagnose von Zahnärztin Nr. 19 falsch war. Wenn die Korrektur der okklusalen Kontakte die Beschwerden sofort zum Abklingen bringt, beweist dies, dass reversible Zahnschmerzen durch okklusale Überlastung vorliegen. Wenn dann nach einiger Zeit die Beschwerden wieder auftreten, deutet dieses darauf hin, dass sich die Zähne bewegt haben 


22.08.2005

Bereits am 12.01.2005 hat Lisa HASE Zahnärztin Nummer 14, eine der Mitarbeiterinnen von Zahnarzt Nummer 10  um Einsichtnahme in ihre Patientenakten gebeten und zu diesem Gespräch eine Zeugin mitgenommen. Zahnärztin Nr. 14 hat Zahnarzt Nr. 10 gefragt, was sie tun solle, und dieser hatte ihr untersagt, Einsicht zu gewähren.


Und auch schriftliche Anfragen von HASE danach bleiben unbeantwortet bzw. führen nicht zur geforderten Einsicht in die Patientenakten.

Zahnarzt Nr. 10 antwortet einfach nicht. Auch nach nochmaligem Nachfragen nicht.



Lisa HASE's Klage Nr. 2:


Weil Zahnarzt Nummer 10 die Einsichtnahme in die Patientenakte der Behandler der Praxis verweigert und auch die Schreiben von HASE‘s Anwältin ignoriert werden, erhebt Lisa HASE Klage vor dem Landgericht (LG) Göttingen zur Durchsetzung der Einsichtnahme in die Patientenakte der Praxis von Zahnarzt Nummer 10 und Kollegen.

Was man jetzt an dieser Stelle bereits wissen sollte: Zahnarzt Nummer 10 isttätig als Gutachter: sowohl in der Schlichtungsstelle der Zahnärztekammer Niedersachsen, Bezirksstelle Göttingen (heute ihr Vorsitzender) als auch vor den Göttinger Gerichten.



Im Rahmen dieses Verfahrens werden fünf getrennte handschriftliche Dokumentationen als Patientenakten der fünf Behandler von HASE in der Praxis von Zahnarzt Nr. 10 und Kollegen vorgelegt. Das ist merkwürdig. HASE erinnert eine gemeinsam geführte handschriftliche Dokumentation. Ihre Behandlung wurde arbeitsteilig von den verschiedenen Behandlern durchgeführt. Die Praxis präsentierte sich nach außen als Gemeinschaftspraxis. Ärzte einer Gemeinschaftspraxis sind verpflichtet, den Informationsaustausch der Behandler sicherzustellen und arbeitsteilig durchgeführte Behandlungen in einer gemeinsamen Patientenakte zu dokumentieren.

Zudem zeigt die Patientenakte, die von

  •     Zahnarzt Nr. 10
  •     sowie jeweils unterschiedlichen MTA's (AssistenInnen)


betreut und beschrieben wurde, immer nur eine einzige, sprich eine immer identische Handschrift:

  • Was kann das bedeuten?
  • Wurde die Akte etwa neu (ab)geschrieben?
  • Für einen bestimmten Zweck?
  • Und bei dieser Gelegenheit verändert?
  • Kommen deshalb mehrere Flüchtigkeitsfehler zustande?
  • Und wurde deshalb an einer Stelle nachträglich sogar mit Tippex gearbeitet (auf S. 6, Datumseintrag 6.10.2004)?

November 2005

HASE leidet seit dem Jahr 2000 an einer extremen Infektanfälligkeit. Kein Arzt konnte eine Ursache hierfür finden und ihr helfen.
Nachdem die Schulmediziner HASE größtenteils aufgegeben hatten, versucht sie es zunächst bei Alternativmedizinern. Durch einen Tipp kommt sie auf den Umweltmediziner Dr. BARTRAM (in Bayern). Der stellt eine Allergie auf Gold bei HASE fest.

Bei einer späteren Untersuchung ihres Speichels werden extrem hohe Werte an Gold- und Platinionen im Speichel festgestellt. Diese können nur aus ihren Kronen kommen. Durch Recherchen wird HASE herausfinden, dass Verarbeitungsfehler im Labor dazu führen können, dass auch hochgoldhaltige Kronen stark korrodieren und auf diese Weise parodontale Erkrankungen und immunologische Probleme verursachen können.  Sie hat die beiden Teilkronen in Verdacht, die in der Universitätszahnklinik  Göttingen eingesetzt worden sind. Seit der Implantation dieser Kronen leidet sie unter Zahnfleischentzündung am Saum der Kronen.

Nach der aus dieser Diagnose folgenden Entfernung der Goldkronen und der Amalgamfüllungen in den nächsten Jahren wird ihre extreme Infektanfälligkeit vollständig verschwinden.

HASE will es genau wissen und lässt die Kronen am Diagnosezentrum für Dentalmaterialien an der Universität in Basel analysieren. Dieses wird Inhomogenitäten beider Kronen feststellen, die zu starker Korrosion geführt haben


2006 - 2009

HASE wird wegen der fortgesetzten Schmerzen für drei Jahre berufsunfähig und erhält jetzt eine Berufsunfähigkeits-Rente


19.12.2008

Lisa HASE's Klage Nr. 3:


Nachdem sie über ihre Patientendaten verfügt, auch wenn diese ihr manipuliert erscheinen (siehe Datumseintrag v. 22.8.2005) erhebt HASE Klage auf Schadensersatz gegen den Zahnarzt und Gutachter Zahnarzt Nr.10 sowie dessen Nachbehandler vor dem LG Göttingen. Gerügt wird u.a. die unzureichende Diagnostik und Therapie der Zahnschmerzen und  der Okklusions- und Funktionsstörungen sowie die nicht indizierte De-Vitalisierung von Zähnen.

Die Klage wird am 19.12.2008 eingereicht. Die Patientenakten von Zahnarzt Nr. 10 und seinen Mitarbeiterinnen liegen seit dem 14.12.2005 vor.




In der Klageschrift vom 19.12.2008 S. 13 heißt es:

„Als Mitglied der Gemeinschaftspraxis haftet ..(Zahnarzt Nr. 10 ) auch für Behandlungsfehler der anderen Ärzte der Gemeinschaftspraxis, §§ 253 Abs. 2, 278, 280, 823ff., 831 BGB, 31 BGB analog, § 128 HGB analog.“

Dieser harmlos klingende Satz enthält Zündstoff. Das wissen alle Beteiligten. Auch deswegen, weil Zahnarzt Nr. 10 als Gutachter vor den Göttinger Gerichten und in der Schiedskommission der Zahnärztekammer Niedersachsen, Bezirksstelle Göttingen tätig war und heute der Vorsitzende dieser Schiedskommission ist.

Zahnarzt Nr. 10 hat Hase nicht nur die Einsichtnahme in die Patientenakte verweigert und das Klageverfahren auf Einsichtnahme in die Patientenakten notwendig werden lassen. Er und seine Mitarbeiterinnen haben in diesem auch bestritten, eine gemeinsame Dokumentation geführt und eine Gemeinschaftspraxis gewesen zu sein. Lisa HASE bezweifelt das - sie hat es anders in Erinnerung. Und gedenkt es auch zu beweisen


Februar 2009

Doch zu einer Beweiserhebung und Tatsachenklärung kommt es – ersteinmal – nicht. Zumindest nicht in den ersten 7 Jahren.

Stattdessen beliebt das 'hohe Gericht' an der Prozessfähigkeit von Lisa HASE zu zweifeln. Konkret: 8 -10 Wochen nach Einreichung der Klage gegen Zahnarzt Nr. 10 teilt der zuständige Richter WIEMERSLAGE  der Anwältin von HASE telefonisch mit, dass das Gericht die psychiatrische Untersuchung der Prozessfähigkeit von HASE beabsichtigt. Die Richter haben HASE zu diesem Zeitpunkt weder gesehen noch gesprochen.

Richter WIEMERSLAGE fragt die Anwältin von HASE, ob sie es für notwendig erachte, dass die Richter gemäß der vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) aufgestellten Grundsätze eine persönliche Anhörung von HASE durchführen, bevor das Gericht HASE zur psychiatrischen Begutachtung verpflichtet. Die Anwältin besteht auf der Durchführung dieser Anhörung.

Zunächst geht es um Klage Nr. 3 gegen die Zahnarzt Nummero 10 und Nachbehandler. Später wird das "Hohe Gericht" auch Zweifel an der "Prozessfähigkeit" im Klageverfahren Nr. 1 gegen die Zahnklinik u.a. behaupten


09.03.2009


Das LG Göttingen fordert die Anwältin von HASE auf, Stellung zu nehmen zum Antrag der Beklagten auf psychologische Begutachtung von HASE und zum Vorhaben des Gerichts, ihre Prozessfähigkeit psychiatrisch begutachten zu lassen.

Zitate:

 „Ihnen wird aufgegeben insbesondere vordringlich auch zu dem Antrag der Beklagten auf Einholung eines psychologischen Sachverständigengutachtens Stellung zu nehmen. Insoweit wird darauf hingewiesen, dass hier gerichtsbekannt ist, dass die Klägerin auch in zwei anderen hier in der Kammer anhängigen Verfahren weitere 13 Ärzte, Zahnärzte und Kliniken aus Göttingen verklagt hat.“

Und weiter: „Das Gericht behält sich vor, ggf. die Klägerin auf ihre Prozessfähigkeit hin psychiatrisch begutachten zu lassen.“



Behaupten die Richter etwa, Zweifel an Lisa HASE's Prozessfähigkeit deswegen zu haben, weil Zahnarzt Nr. 10 die psychologische Begutachtung von Lisa HASE wünscht?

In einem Schriftsatz vom 2.3.2009 zum Verfahren 9 O 24/11, S. 2 liest sich das so:

„Das Vorliegen eines Schmerzbildes, welches sachverständigenseits kaum zugeordnet werden kann, und die Eintragung in fast allen Karteikarten, dass bei der Klägerin psychische Probleme vorliegen müssen, legen die Vermutungen einer psychischen Erkrankung der Klägerin sehr nahe.“ So liest es sich im Schriftsatz vom 02.03.2009 zum Verfahren 9 O 24/11, S. 2.



Beide Behauptungen belegt er nicht. Richtig ist: Es existierten keine Sachverständigengutachten zum Schmerzbild von HASE. In nur drei der vorliegenden Patientenakten sind vage Hinweise dokumentiert, die darauf schließen lassen, dass die Behandler eine psychische Ursache der Zahnschmerzen von HASE nicht ausschließen. Nicht einmal den Patientenakten, die Zahnarzt Nr. 10 und seine Mitarbeiterinnen im Klageverfahren auf Einsichtnahme vorgelegt haben, sind entsprechende Hinweise zu entnehmen.





Es sei hier nochmals darauf hingewiesen: Zahnarzt Nummer 10 ist Gutachter in der Schiedskommission der Zahnärztekammer in Göttingen (Zahnärztekammer Niedersachsen) und vor den Göttinger Gerichten


25.03.2009

HASE fordert über ihre Anwältin eine Begründung für die angeblichen Zweifel des Gerichts an ihrer Prozessfähigkeit. Sie erhält bis zu ihrer persönlichen Anhörung im November keine Antwort


12.11.2009

Persönliche Anhörung von Lisa HASE




VorsRiLG von HUGO, RiLG AMTHAUER und RiinLG APORIOS führen die zum Zwecke des Grundrechtsschutzes gebotene persönliche Anhörung durch. 
Die Gründe für ihre Zweifel an ihrer Prozessfähigkeit sind HASE noch immer unbekannt.

Der Vorsitzende Richter von HUGO fragt nach den Gründen der vielen Zahnarzttermine und Zahnarztwechsel in den Jahren 2003 bis 2005, nach HASEs Schmerzmittelgebrauch und Berufstätigkeit. 



HASE gibt zu Protokoll, keine Schmerzmittel einzunehmen. Ihre Antwort auf die Frage, warum sie von 2003 – 2005 so viele Zahnärzte aufgesucht habe, wird nicht in das Protokoll aufgenommen.
 HASE hat die Frage dabei so beantwortet:

Sie sei gern bereit, dem Gericht jeden einzelnen Zahnarzttermin zu begründen. Es gäbe nicht eine einzige Ursache für die vielen Zahnarztbesuche. Eine Ursache sei zunächst gewesen, dass keine Therapie gegen ihre unerträglichen Zahnschmerzen half, weil kein Zahnarzt die Ursache erkannte. Später sei noch eine weitere Ursache dazu gekommen:  Offene und weniger offene Behandlungsverweigerungen von Zahnärzten.

Erst am Ende der Anhörung nennt der Vorsitzende Richter auf HASE’s Nachfrage hin einige der Gründe für die Zweifel von ihm und seinen Kollegen an HASE’s Prozessfähigkeit.

Als HASE sich dazu äußern möchte, teilt er ihr mit, sie dürfe vor Gericht nichts sagen. HASE dürfe allenfalls Fragen stellen und auch dies nur, wenn er dies erlaube.

In einem Protokoll hat sich die Anwältin von HASE dies notiert:

„Die Tatsache, dass die Klägerin verschiedene Zahnärzte aufgesucht hat, war für das Gericht Anlaß, an der Prozessfähigkeit der Klägerin zu zweifeln.“ Und weiter:
„Vom Vorsitzenden wurden folgende Punkte genannt, die aus Sicht der Kammer Anlaß geben, an der Prozessfähigkeit der Klägerin zu zweifeln.

Die

1.    Vielzahl der Behandlungen und Behandler in der strittigen Zeit.

2.    Der Nervenzusammenbruch bzw. die psychische Krise der Klägerin im Frühjahr 2004.

3.    Ihre Einnahme von Schmerzmitteln

4.    Der allgemeine Hinweis im Gutachten von Prof. Lotzmann vom 29.11.2006, dass dysfunktionsbedingte Erkrankungen des Kauorgans zahlreiche Ursachen haben können, u.a. auch psychische Erkrankungen.

Im übrigen erklärt der Vorsitzende Richter, die Beauftragung eines psychiatrischen Sachverständigen sei vorgesehen, da das Gericht nicht über die Sachkunde verfüge, die Prozessfähigkeit der Klägerin beurteilen zu können“.

Soweit zur Anhörung


17.12.2009

Nach der Anhörung: der Beschluss der psychiatrischen Begutachtung der Geschäfts- und Prozessfähigkeit von Lisa HASE in beiden Zivilverfahren.


Die Richterin APORIUS erklärt diesbezüglich: 
„Um klären zu können ob das „Zahnärztehopping“ Ausfluss einer psychosomatischen Störung ist, ist zunächst die Begutachtung der Klägerin erforderlich.“



In dem Beschluss heißt es dann: 
„Nach der mündlichen Anhörung der Klägerin am 12. November 2009 bestehen für die Kammer durch folgende Anhaltspunkte Zweifel, die die Prozessunfähigkeit möglich erscheinen lassen:

  1. 

Anzahl und der Wechsel der Zahnärzte im Zeitraum von 2003 bis 2005 ...
  2. Hinweis auf psychosomatische Erkrankung/ Einnahme von Medikamenten ...“



Medikamente hat Lisa HASE seit längerem nicht mehr genommen. Und dies auch zu Protokoll gegeben. Dort taucht diese Information aber nicht mehr auf.

Hier findet sich der richterliche Beschluss im vollen Wortlaut

Einen passenden Gutachter haben sich die Richter auch schon ausgeguckt (auf Seite 3 des Beschlusses):

"Dr. U.-Christian RUTETZKI" ist nicht irgendwer. Der Medizinmann ist zunächst vielseitig:

  • Facharzt für Psychiatrie
  • Facharzt für Psychotherapie und Psychanalyse
  • Psychoanalytiker DGIP
  • und auch noch zuständig für Forensische Psychiatrie.

Vor allem ist er eines: Gutachter vor Gerichten. Vor sehr vielen Gerichten. Und immer in ganz bestimmten Fällen. Insbesondere "in zweifelhaften ... Fällen", wie die Kreiszeitung aus Buchholz bereits im Jahr 2006 schrieb.

Wir haben diesem Spezialisten - und seinen Auftraggebern - zwei eigene Kapitel gewidmet:


29.01.2010

Befangenheitsantrag


Weil die anhörenden und beschlussfassenden Richter ganz offenkundig nicht auf die Argumente und Erklärungen von Lisa HASE eingehen (wollen), macht sich HASE Gedanken, ob und inwieweit sie hier ein faires Verfahren erwarten kann. So lässt sie über ihre Anwältinnen ihre Besorgnis erklären, die Richter VorsRiLG von HUGO, RiLG AMTHAUER und RiinLG APORIOUS seien befangen


02.03.2010

Die zuständigen Kammervertreter des LG Göttingen (VorsRiLG Dr. WINTGEN, RiinLG AHRENS, RiinLG Dr. WEINRICH)  erklären die  Besorgnis der Befangenheit für unbegründet und rechtfertigen den Beschluss ihrer Kollegen.




Zitat aus dem Beschluss: „Es handelt sich mithin um ein prozessual zulässiges Vorgehen, das sich nicht außerhalb der Grenzen des Gesetzes bewegt. Dabei ist auch nicht entscheidend, ob die Kammer den Vortrag der Parteien in richtiger Weise als unstreitig oder streitig behandelt hat. Entscheidend ist, dass die Kammer lediglich nachvollziehbar darstellen muss,warum sie zu der Annahme kommt, dass eine Begutachtung erforderlich ist. Dies ist hier geschehen.“


19.03.2010

HASE legt daraufhin sofortige Beschwerde beim OLG Braunschweig gegen den ablehnenden Beschluss der Kammervertreter ein


31.03.2010

Von einem deutschen Gericht für 'verrückt', sprich "prozessunfähig" (weil nicht zurechnungsfähig) erklärt zu werden, ist nicht lustig.

Um der Gefahr zu entgehen, von ihren Richtern, die über ihre Klagen entscheiden sollen, mithilfe eines von ihnen ausgewählten psychiatrischen Sachverständigen der Geschäfts- und Prozessfähigkeit beraubt und möglicherweise einer amtlichen Betreuung unterstellt zu werden, die nicht ihre Interessen vertritt, kommt HASE diesem Vorhaben zuvor. Sie stellt selbst einen Antrag auf „Betreuung“ wegen eingeschränkter Geschäftsfähigkeit vor dem Amtsgericht Göttingen. Im Rahmen dieses Betreuungsverfahrens vor dem Amtsgericht hat sie die Möglichkeit, einen Betreuer ihres Vertrauens zu benennen.  



Das Amtsgericht lehnt die Prüfung des Antrags ab. Die beantragte Betreuung sei überflüssig, da Lisa HASE schon durch ihre Anwältinnen vor Gericht vertreten werde: „In dem Bereich, in dem sie eine Betreuung wünscht, ist sie allerdings bereits anwaltlich vertreten“


16.05.2010

Gegen den ablehnenden Beschluss des Amtsgerichts legt HASE - um ganz sicher zu gehen - Widerspruch ein. Das Betreuungsverfahren wird daraufhin an das LG Göttingen weitergeleitet. Dort wo ihre anderen Verfahren Nr. 1 und Nr. 3 schmoren


06.12.2010

Das LG Göttingen lässt den Widerspruch gegen den ablehnenden Beschluss des Amtsgerichts prüfen. Im Rahmen dieser Prüfung werden die persönlichen Lebensverhältnisse von einem Sozialarbeiter inspiziert und der Geisteszustand von HASE von einer Psychiaterin des zuständigen Gesundheitsamtes begutachtet. 

Ergebnis: Das LG Göttingen (VorsRiLG Dr. WINTGEN, RiLG KLEMKE, RiinLG Dr. WEINRICH) lehnt die rechtliche Betreuung für HASE ab und teilt mit, die psychiatrische Begutachtung und das Betreuungsverfahren hätten ergeben, dass HASE voll geschäfts- und prozessfähig sei. Die Richter WINTGEN und WEINREICH sind jene, die ihren Befangenheitsantrag abgelehnt hatten


01.07.2011

Strafanzeige


Weil Lisa HASE den Verdacht hat, ihre Patientenakte könne nachträglich manipuliert worden sein – dafür spricht allein der Widerspruch zwischen ihrer Behandlung in einer Gemeinschaftspraxis und der Vorlage von fünf einzelnen handschriftlichen Patientenakten ihrer Behandler (Ärzte sind verpflichtet den Informationsaustausch der Behandler sicherzustellen und arbeitsteilig durchgeführte Behandlungen in einer gemeinsamen Patientenakte zu dokumentieren) - stellt sie Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Göttingen gegen den Zahnarzt Nr. 10 und Zahnärztin Nr. 14 sowie eine weitere Mitarbeiterin seiner Praxis, wegen des 1) Verdachts der Urkundenfälschung durch Verwendung einer gefälschten Urkunde und 2) des versuchten Prozessbetrugs


29.07.2011

Das OLG Braunschweig (PräsOLG Prof. HUPKA, RiOLG GROß, RiOLG BRAND) weist die sofortige Beschwerde im Verfahren auf Richterablehnung zurück und rechtfertigt den Beschluss der Richter, die psychiatrische Begutachtung des Geisteszustandes von HASE zu beschließen, ohne dass Tatsachen vorliegen, die Zweifel an der Prozessfähigkeit von HASE begründen.



Tenor der Begründung: Nur ein psychiatrischer Gutachter könne entscheiden, ob Anhaltspunkte vorliegen, an der  Geschäfts- und Prozessfähigkeit zu zweifeln und ob die psychiatrische Begutachtung und der Eingriff in ihr Persönlichkeitsrecht gerechtfertigt und erforderlich sind.



In dem Beschluss heißt es:

„Die Klägerin mag die angeführten Anhaltspunkte als nicht ausreichend dafür ansehen, ihre Prozessfähigkeit einer Prüfung zu unterziehen , und aus ihrer Sicht gute Gründe für die Inanspruchnahme auffällig zahlreicher Zahnärzte sehen, ebenso für den Anwaltswechsel. Dass die Kammer dies anders sieht,  kann die Klägerin indes auch aus  ihrer Sicht bei vernünftiger Betrachtung nicht zum Anlass nehmen, die abgelehnten Richter für befangen zu halten.“


18.09.2011

OStA Dr. AHRENS stellt die Ermittlungsverfahren infolge der Strafanzeige gegen Zahnarzt Nr. 10 und seine Mitarbeiterin Zahnärztin Nr. 14 ein. In seiner Begründung heißt es u.a.: Die Beschuldigten hätten den Vorwürfen schon im Zivilprozess widersprochen und es sei nicht geklärt, ob die Richter im Zivilprozess die Schadensersatzansprüche überhaupt anerkennen würden:

„Ob es hier aber wirklich zu einer Manipulation mit strafrechtlicher Relevanz oder aber nur zu einer strafrechtlich nicht zu beanstandenden Korrektur oder ähnlichem gekommen ist, lässt sich nicht mehr weiter aufklären. Die Zweifel gehen hier zu Gunsten des Beschuldigten.“

„Im Ergebnis war das Ermittlungsverfahren [gemeint: Zahnarzt Nr. 10] jedenfalls mangels hinreichenden Tatverdachtes einzustellen.“







HASE bittet den leitenden Oberstaatsanwalt APEL, das Ermittlungsverfahren einem unbefangenen Staatsanwalt zu übertragen und legt Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig ein.







APEL wird der Bitte von HASE nicht nachkommen.







Und ebenso weist OStAin Dr. MÜNZER von der Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig die Beschwerde von HASE gegen die Einstellung der Ermittlungen gegen Zahnarzt Nr. 10 und seine Mitarbeiterin/ Kollegin als unbegründet zurück. Sie habe „keine Veranlassung gefunden, die Fortsetzung der Ermittlungen oder die Erhebung der öffentlichen Klage anzuordnen.“


10.10.2012

In einer „dienstlichen Äußerung“ im Rahmen einer weiteren Befangenheitserklärung in den Klageverfahren Nr. 1 und 3 gibt der heutige Direktor des Amtsgerichts Duderstadt von HUGO, eine Dienstliche Stellungnahme ab. Darin schreibt er:

„Nach bisherigen Erkenntnissen sprechen nach meinem Dafürhalten gewichtige Gründe dafür, dass jedenfalls in einem Verfahren von einem Arzt relevante Behandlungsunterlagen nachträglich verändert worden sind.“


Mai 2013

Wie schwer es noch immer für Lisa HASE ist – nach dem Verlust von 11 Zähnen -  überhaupt noch Zahnärzte zu finden zeigt das folgende Beispiel. Zahnärztin Nr. 21 hatte sich tatsächlich bereit erklärt, die weitere Behandlung zu übernehmen. Sie gab Lisa HASE einen Termin: am 30. Mai.

Kaum ist Lisa HASE da, wird sie von Zahnärztin Nr. 21 wieder weggeschickt. Begründung: Wegen der multimorbiden Problematik solle sie sich an der zahnärztlichen Uni-Klinik behandeln lassen. Da, wo vor Jahren alles angefangen hatte.

Tatsächlich gibt es wohl einen anderen Grund, den Lisa HASE aber erst sehr viel später erfahren wird. Zahnärztin Nr. 21 hatte zuvor, am 17. Mai einen Telefonanruf von Zahnarzt Nr. 20 erhalten. Zahnärztin Nr. 21 hat das Gespräch in der Patientenakte so notiert:

„Telef. Konsil Dr. …. Cave s.o.;  Ex war i.O“
Übersetzt: „Telefonisches Konsiliargespräch mit Dr. …. Vorsicht siehe oben. Die Extraktion war in Ordnung.“
Mit „s.o.“ ist das Deckblatt der Patientenkarte gemeint. Auf diesem steht:

„Cave: Hat schon 5 Zahnärzte verklagt!!!“


Nachträglich ist dann das Wörtchen „angeblich“ davorgesetzt worden. Dies lässt sich - in der ersten Kopie (und natürlich im Original) - an der Schrift erkennen:


25.09.2014

Dienstaufsichtsbeschwerde Nr. 1


HASE stellt eine Dienstaufsichtsbeschwerde über Zahnarzt Prof. Dr. Nr. 1 und Zahnärztin Nr. 7 wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die ethischen und rechtlichen Pflichten des ärztlichen Berufs bei der Präsidentin der Universität Göttingen.

 Zahnarzt Prof. Dr. Nr. 1 und Zahnärztin Nr. 7 hatten sich – nachgewiesenermaßen – unter Verletzung der Schweigepflicht mit den Zahnärzten Nr. 10 und 15 über HASE ausgetauscht, woraufhin diese die dringend notwendige weitere Behandlung abgelehnt hatten. Es besteht begründeter Verdacht, dass die Diskreditierung und Psychiatrisierung von HASE durch Prof. Dr. Zahnarzt Nr. 1 in Gang gesetzt wurde, nachdem HASE ihn über ihren Verdacht informiert hat, unter den Folgen von Behandlungsfehlern der Universitätszahnklinik zu leiden.

Bis heute (Stand September 2015) hat HASE keine Antwort von der Präsidentin der Universität Göttingen erhalten


22.11.2014

Dienstaufsichtsbeschwerde Nr. 2, Petition Nr. 1 an den Landtag


über den ehem. VorsRiLG Göttingen von HUGO (heute Direktor des Amtsgerichts Duderstadt), RiinLG APORIUS, RiLG AMTHAUER, den VorsRiLG Dr. WINTGEN, RiinLG AHRENS, RiinLG Dr. WEINRICH sowie Präs. OLG Prof. HUPKA, RiOLG GROß und RiOLG BRAND bei der Justizministerin von Niedersachsen, sowie eine (erste) Petition an den niedersächsischen Landtag.

Die Petition an den Niedersächsischen Landtag ist inhaltsgleich mit der Dienstaufsichtsbeschwerde. Sie zielt darauf ab, die Abgeordneten des Landtags in die Verantwortung zu nehmen.  HASE weist die vom Volk gewählten Abgeordneten darauf hin, dass ihr Fall zeige, dass die Selbstkontrolle der Justiz im OLG-Bezirk Braunschweig nicht funktioniert und bittet sie, ihrer Aufgabe nachzukommen, eine funktionierende Rechtspflege zu sichern. Darüber hinaus bittet sie in dieser Petition, der Justizministerin zu empfehlen, die Dienstaufsicht über die zuständigen Richter des LG Göttingen und des OLG Braunschweig wahrzunehmen


26.01.2015

Lisa HASE erhält Post: Kopien der Stellungnahmen zu den Dienstaufsichtsbeschwerden der Präsidenten

Zu den Vorhaltungen,

  • dass und warum die gerügten Entscheidungen willkürlich und offenkundig unrichtig seien, den Verdacht der Rechtsbeugung und des Rechtsbruchs begründen
  • und eine Prüfung durch die Dienstaufsicht zulässig und erforderlich machen würden,

nehmen sie nicht Stellung. Sie verweisen auf ihre richterliche Unabhängigkeit


26.02.2015

Petition Nr. 2 an den Landtag


HASE reicht eine weitere (zweite) Petition beim niedersächsischen Landtag ein und bittet darin, der Justizministerin zu empfehlen, die Dienstaufsicht über OStA Dr. AHRENS, den ehemaligen LOStA APEL  und OStAin Dr. MÜNZER in den Ermittlungsverfahren gegen Zahnarzt Nr. 10 und seine Kollegin wahrzunehmen und zu veranlassen, dass  ihre Anträge auf Wiederaufnahme der Ermittlungsverfahren von einem unbefangenen Staatsanwalt bearbeitet werden


danach

So befindet sich die Odyssee im 16. Jahr, wenn wir die medizinische und juristische Irrfahrt ins Jahr 2000 datieren.

Zumindest ist es Lisa HASE gelungen, das Damoklesschwert des Entzugs ihrer "Prozessfähigkeit" durch das Göttinger Landgericht abzuwenden. Jemandem die "Prozessfähigkeit" abzusprechen ist juristisch eine (sehr) bequeme Lösung für Richter, wenn sie sich nicht - obwohl es ihr 'Job' wäre - mit einer heiklen Angelegenheit befassen wollen. Über den stadtbekannten Zahnarzt Nr. 10 zu richten, wäre wohl ein solches Unterfangen


Trotzdem: Das streitige Krankheits- und  Behandlungsgeschehen im Jahr 2004 ist bis heute nicht aufgeklärt. HASE hat Indizien und Beweise dafür vorgelegt, dass insgesamt 9 Zahnärzte die dem Gericht vorgelegten Patientenakten manipuliert haben. Machmal sind es nur entlarvende Flüchtigkeitsfehler - wer lügt und manipuliert muss höllisch aufpassen.

Trotz der Einwände und Anträge ihrer Anwältinnen haben die jetzt zuständigen Richter der 9. Zivilkammer am LG Göttingen (VorsRiLG KÜTTLER, RiinLG Dr. SCHÄPER, Riin CZETTO) einen Gutachter beauftragt, die streitigen Behandlungen medizinisch zu werten, ohne vorher auch nur versucht zu haben, die streitigen Anschlusstatsachen der Begutachtung aufzuklären. Inzwischen ist es so, dass in der fraglichen Kammer, die Lisa HASE's Schadensersatzklagen aus zwei Verfahren (Az: 2 O 985/04 > 9 O 4/11 sowie 2 O 1097/08 > 9 O 24/11) behandeln (sollen), keiner der ursprünglichen Richter mehr mit von der Partie ist. Insgesamt waren bisher 9 Richter mit der Angelegenheit betraut.

Auch Dinge in die Länge zu ziehen, ist ein probates Mittel der Justiz, unbotmäßig erscheinende Kläger auflaufen zu lassen. Ein weitere Maßnahme sind Gutachten, die natürlich notwendig sind, die man aber so organisieren kann, dass es (sehr) schnell teuer werden kann für einen Kläger. Mehrere Zehntausend Euro kommen da (sehr) schnell zusammen.

Nun liegt es am Gutachter, Prof. Dr. Ralph G. LUTHARDT vom Universitätsklinikum in Ulm, wie die Odyssee, die in der Göttinger Zahnklinik begann, weitergeht. Und wie er seine Neutralität dabei sieht.

Das Gesetz und die höchstrichterliche Rechtsprechung haben Richtern und Gutachtern klare Pflichten definiert (u.a. § 404a III ZPO sowie etwa BGH Urteil v. 19.06.1979, VersR 1979, 939), um zu ermöglichen, dass 'brauchbare' und unparteiliche Gutachten entstehen können. Bekanntermaßen wird dagegen immer wieder verstoßen, wie man der regelmäßigen Berichterstattung in den Medien entnehmen kann. Auch unter ansTageslicht.de sind solche Fälle dokumentiert (z.B. www.ansTageslicht.de/Steuerfahnder, www.ansTageslicht.de/Mollath, u.a.m.)

Das haben sogar andere Richter (nicht am Landgericht Göttingen!) klar erkannt. Z.B. die Vors. Richterin am OLG Köln a.D., Pia RUMLER-DETZEL, in einem Beitrag "Anforderungen an ein ärztliches Gutachten aus der Sicht der Zivilgerichte" in der Fachzeitschrift Versicherungsrecht (1999, S. 1210):

„Einem Gutachten auf unvollständiger Tatsachengrundlage, bei dem vielleicht fehlende Sachverhaltsteile noch durch Vermutungen ersetzt werden, mangelt es nicht nur an Überzeugungskraft. Es zerstört häufig die Aufklärungsmöglichkeit des Falles endgültig, weil es meist im Gerichtsverfahren kaum mehr möglich ist, diese 'Vermutungsbrücken' wieder zu eliminieren und vor die 'Vermutung' zurückzugelangen.“

Jahresende 2015

Inzwischen zieht die Odyssee auch in den ersten Medien ihre Kreise. Eine (erste) Übersicht findet sich rechts unter Die ersten Berichte in den Medien


2016

Jetzt ist es soweit: Im zwölften Jahr seit Beginn ihrer ersten Klage gegen die zahnärztliche Uniklinik Göttingen und im achten Jahr seit ihrer zweiten gegen Zahnarzt Nummero 10 kommt es im Juni zu einem (aller)ersten Beweiserhebungstermin vor Gericht. Allerdings: nicht ohne zusätzliches Störfeuer seitens Zahnarzt Nummero 10:

  • Erst will er von Lisa HASE eine Unterlassungserklärung,
  • dann schickt er eine Strafanzeige hinterher.

Alles wegen wegen Verleumdung, übler Nachrede und falscher Verdächtigung.

Wie die ganzen Jahre vor Gericht im Detail gelaufen sind, wie die bisher eingeschalteten Gutachter 'Schlechtachter' waren und wieso die Richter der 9. Zivilkammer am Landgericht Göttingen nicht die Beweiserhebung der Tatsachen durchführen, findet sich in der Chronologie, zweiter Teil: Lisa HASE's Odyssee vor dem Göttinger Landgericht


(Joe/JL)