Gesichtserkennung - Personenvergleich

Hinweis

Diese Site lässt sich direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/Gesichtserkennung. Sie gehört zum Thema OSINT-Techniken, die wiederum Bestandteil des Themenschwerpunkts Investigativer Journalismus / Investigatives Recherchieren sind: www.ansTageslicht.de/investigativ.


Hintergrund

Wir wollen mit diesen Hinweisen nicht dazu auffordern, die Privatsphäre von Menschen zu verletzen. Darum geht es nicht. Wir stellen die folgenden Werkzeuge deswegen vor, weil Journalisten in die Situation kommen können, bei Recherchen über Personen deren Identität mittels Bildern überprüfen zu können, um sicher zu sein, dass es sich um jene Person handelt, über die recherchiert wird.

Da Journalisten eine “öffentliche Aufgabe” wahrnehmen, kommen solche Situationen nur dann vor, wenn es um Recherchen geht, die für die Öffentlichkeit von Belang sind. 

Für alles andere haben recherchierende Journalisten im Übrigen auch gar keine Zeit.

Die in Frage kommenden Tools

Das wohl beste Gesichtserkennungstool ist russisch: www.yandex.ru. Yandex im Osten ist vergleichbar mit Google im Westen. Der Umstand, dass die beste Vergleichstechnik in Sachen Gesichtserkennung von yandex entwickelt wurde, hat Gründe. Über die müssen wir uns hier nicht auslassen. Man sollte sich dessen einfach bewusst sein. Wer dieses Werkzeug benutzt, hinterlässt vermutlich Spuren.

Es gibt genügend andere Anbieter:

https://pimeyes.com/en
Diese Software ist kostenpflichtig und bietet 3 unterschiedliche Funktionen dabei an.

kostenlos nutzbar ist z.B.
https://facecheck.id/en/topics/Free-Facial-Recognition 

https://www.faceplusplus.com/ 
Mehrere Funktionen werden unter “Technologies” angeboten: Gesichtserkennung, Gesichtsvergleich. Sogar über Hand-Gesten sind Vergleiche bzw. Identitätsüberprüfungen möglich. Man kann die Option eines kostenlosen Tests in Anspruch nehmen. Möglicherweise lässt sich das mehrfach wiederholen - mit ausreichenden Zeitabständen dazwischen. Ansonsten ist die Preisliste ausgeprochen umständlich zu verstehen.

Gleiches bietet an
https://mxface.ai/ 
und zwar die gesamte Palette, zusätzlich Fingerabdrücke, biometrische Vermessung aber auch Autonummern (letzteres nicht weltweit). Der Dienst ist kostenpflichtig, man kann ein kostenloses Testangebot annehmen.

https://search4faces.com/en/
ist vor allem eine Rückwärtssuche für Bilder und Fotos, also auch Gesichter. Die gespeicherten Bilder aus einzelnen Sozialen Netzwerken gehen in die Millionen. Bei TikTok 125 Mio, bei Vkontakte 280 Mio. Die Suchmaschine ist ähnlich wie yandex vor allem auf Fotos von Menschen aus Russland und angrenzenden Ländern fokussiert. 

https://www.innovatrics.com/digital-onboarding-toolkit/liveness-detection 
Dieser in Bratislava (Slowakei) beheimatete Service hält das umfassenste Angebot bereit - bis hin zur Aufdeckung und Rekonstruktion des Identitätsdiebstahls. 

Und wer hätte das gedacht, es gibt sogar
aws - amazon rekognition.

Ansonsten hält Bellingcat's Online Investigation Toolkit in der Kategorie “Image/Video” eine Sparte Facial Rekognition bereit.

Summa summarum

Wir betonen es nochmals: Gesichtserkennung und Personenvergleich sind Situationen, die selten vorkommen. Sie repräsentieren nicht den journalistischen Alltag. Aber eine solche Recherchesituation kann vorkommen. Dann soll aber auch ausgeschlossen werden können, dass die ‘falschen’ Personen in das öffentliche Rampenlicht gerückt werden.

Johannes Ludwig