Diese Site lässt sich direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/Dorking. Sie gehört zum Thema OSINT-Techniken, die wiederum Bestandteil des Themenschwerpunkts Investigativer Journalismus / Investigatives Recherchieren sind: www.ansTageslicht.de/investigativ.
Um klassische “Hacker”-Aktivitäten geht es nicht. Die sind illegal, weil mit einem klassischen Einbruch in eine Wohnung vergleichbar. Beide Begrifflichkeiten sind eigentlich nicht wirklich passgenau. Typisches “Hacking” ist es nicht und “dork” steht im Englischen auch nicht gerade für eine wohlgesonnene Beschreibung. Übersetzt ist “dork” gleichbedeutend mit “Trottel”. Oder “Depp”. “What a dork”: meint “Was für ein Trottel!”
Insofern kommt es der Sachlage doch etwas näher. Denn Google Dorking meint: Suche nach Informationen auf einer Site, die sonst nicht auffindbar wären. Etwa weil sie nicht genügend geschützt wurden. Beispielsweise, weil man sie nicht ins geschützte Intranet verlagert hat. Deswegen ist die Suche danach legal - die Website ist öffentlich zugänglich. Jeder kann/darf sich darauf umschauen. Und mit einigen Befehlen lässt sich eine Suche zielgerichtet steuern. Für Rechercheure ausgesprochen hilfreich.
Wenn man mit die bekannte Suchmaschine einsetzt, öffnet sich hierzulande meist automatisch google.de. Dann sucht Google nur auf in Deutschland registrierten bzw. europäischen Websites, die der deutschen bzw. europäischen Rechtslage entsprechen. Etwa der bekannten “DSGVO” (Datenschutzgrundverordnung) und weiterführenden gesetzlichen Regelwerken. Die schließen bestimmte Informationen aus, etwa wenn es um datenschutz oder gar Sozialdatenschutz geht.
Aber auch in Fällen, in denen Betroffene bei Google die “Löschung” von bestimmten, beispielsweise perönlichen Informationen reklamieren. Google löscht nicht. Google blendet solche Daten nur aus. Sie sind daher im Normalfall nicht sichtbar.
Eine Google Suche mit google.com ändert bereits vieles. Jetzt wird die Suche weltweit abgefragt, also auf den Tausenden von Servern, auf denen Google archiviert.
Ergänzt man google.com um den Zusatz “ncr” hinter dem Slash, was “no country redirect” bedeutet, dann zwingt man Google die Suche wirklich international durchzuführen:
Umgekehrt kann man bei Google auch genau das ausschließen. Tipps dazu gibt es unter https://support.google.com.
Aber wie es so ist: Im Internet sind permanente Änderungen die Regel.
Bekanntermaßen sucht die Maschine exakt eine Wortfolge, wenn man diese in Anführungszeichen setzt. Beispielsweise bei einem Zitat. Oder einem bestimmten Namen.
Hilfreich kann es sein, auch ein bestimmtes Wort in Gänsebeinchen zu kleiden. Dann schaltet Google die eigene Korrektursoftware aus und sucht tatsächlich nur den so von Ihnen eingegebenen Begriff. Etwa wenn Sie ein Wort als Plural eingeben und Begriffe dann auch im Singular erscheinen. Oder umgekehrt.
Insbesondere kann dies Sinn machen, wenn man die Suche auf zwei oder auch mehr Begriffe gleichzeitig fokussieren will. Dies ist bereits bei der Personensuche zielführender, wie unter “Personensuche” beschrieben. Aber auch in allen anderen Fällen ist das zielgerichteter.
Die gezielte Suche beim “dorken” funktioniert so, dass Sie
Sie präzisieren also die Suche. Den
Dann können Sie weitere Einschränkungen bzw. Präszisierungen vornehmen. Etwa den Dateityp bestimmen.
Wenn Sie auf unserer Site ansTageslicht.de alles zum Thema “Undercover” suchen, dann würde der Befehl so lauten:
“undercover” site:anstageslicht.de
Suchen Sie dabei nur alles, was im Dateiformat PDF zu finden ist, dann geht das so:
“undercover” site:ansTageslicht.de type:pdf
Also: Zwischen Suchbefehl und präzisierender Vorgabe kein Blank, aber zwischen den verschiedenen Vorgaben, die Sie machen.
Sie suchen nach Financial Reports auf der Website des Chemiekonzerns BASF. Der Suchbefehl lautet dann
“financial report” site:basf.com
Mit dem Suchbegriff “index of” (in Gänsebeinchen, weil aus 2 Worten bestehend) findet man oft Verzeichnisse finden, die sonst nicht zugänglich wären:
site:basf intitle:"index of"
Am 16 Juni 2026 ergab dies immerhin 5 Treffer, die sich auf eine Auflistung von Kampagnen des Weltkonzerns bezogen:
Das sind gängige Vorgaben, mit denen Google zurechtkommt, wobei hier für XXX dann die konkrete Suchvorgabe stehen muss:
site:XXX
hier muss die Domain bzw. Website angegeben werden, auf der die Vorgabe durchgeführt werden soll
type:XXX
Man kann nach Dateitypen wie PDF, xls, doc, rtf etc suchen lassen
inurl:XXX
sucht nur auf einer spezifischen Unterseite bzw. Dateipfad, in dem der Suchbegrif XXX auftaucht
intitle:XXX
fokussiert auf einen spezifischen Begriff innerhalb eines Dateinamens
time:XXX
begrenzt die Suche auf einen Zeitraum
Und alles lässt sich miteinander kombinieren!
Illegal ist Google Dorking nicht. Es ist legal. Jedenfalls nach aktueller Rechtslage.
Inwieweit man eine solche Suche, die sich ja darauf bezieht, dass man findet, was sonst nicht oder nicht so einfach auffindbar ist, ethisch vertreten kann, muss jeder selbst entscheiden.
(Investigatives) Recherchieren geschieht in aller Regel im Dienste des “Öffentlichen Interesses”, wenn es relevante Informationen zu Tage fördert, die sonst nicht bekannt würden. Aber für das demokratische Miteinander und die öffentliche Meinungsbildung von Bedeutung sind.