Google Earth. Und andere Tools

Hinweis

Diese Site lässt sich direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/Earth. Sie gehört zum Thema OSINT-Techniken, die wiederum Bestandteil des Themenschwerpunkts Investigativer Journalismus / Investigatives Recherchieren sind: www.ansTageslicht.de/investigativ.


Wir wollen - und können auch nicht - das Rad neu erfinden. Wir verweisen daher auf die Toolkit-Sammlung des niederländischen Recherchenetzwerks bellingcat. Dieses Netzwerk besteht aus annähernd 40 Journalisten, verteilt in über 20 Ländern dieser Erde. Da können und wollen wir nicht mithalten.

Im dortigen Team arbeiten zudem ausgewiesene Spezialisten. Denen können wir nicht Paroli bieten.

Deswegen verlinken wir hier auf deren Site Bellingcat's Online Investigation Toolkit. Dort werden Sie vermutlich finden, wonach Sie suchen.

Hier ein Auszug aus dem Werkzeugkasten von bellingcat. Wir können ihn nur empfehlen!

 

Mit einem Klick entweder auf den Screenshot (Auszug) oder auf diesen Link hier, landen Sie direkt im Werkzeugkasten von bellingcat.

Ergänzungen

Auf diese Tools möchten wir hinweisen, weil sie nicht von bellingcat genannt werden:

Sonnenstand - Schatten

Manchmal kann es notwendig werden, ein Foto und/oder eine darauf abgebildete Situation daraufhin zu überprüfen, ob sie real sein konnte und ob die angegebene Uhrzeit stimmt. Dies kann u.a. mit dem Sonnenstand überprüft werden - sofern die Sonne zum fraglichen Zeitpunkt geschienen hat, Gleiches gilt für die analoge Schattenbildung:

https://www.suncalc.org/

Wetteraufzeichnungen der letzten 2 Jahrzehnte

https://worldview.earthdata.nasa.gov/ 

Bilder vom Satelliten

https://www.earthdata.nasa.gov/data/projects/lance

Fotoüberwachung mittels Satelliten, z.B. bei Waldbränden

https://www.planet.com/products/planet-insights-platform/

Ein Anwendungsbeispiel

Im Jahr 2014, als russische Truppen die zur Ukraine gehörende Krim erst infiltrierten, dann besetzten und danach als russisches Staatsterritorium reklamierten, wurde über der Ukraine, wo ebenfalls russische Truppen kämpften, ein Flugzeug der Malayan Airline abgeschossen. Russland wies jede Schuld von sich.

Das niederländische Recherchekollektiv sowie Correctiv aus Deutschland haben den Abschuss rekonstruiert. Unter anderem mit OSINT-Tools, darunter auch Google Earth. Ergebnis: Das Flugzeug wurde mit einer russischen Flugabwehrrakete des Typs Buk M1 abgeschossen. 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder starben. 

Wir dokumentieren die Rekonstruktion unter www.ansTageslicht.de/MH17

Zusammengefasst

Geolokalisierung und angrenzende Tools erweisen sich oft als ausgesprochen nützlich. Insbesondere auch dann, wenn es um das Verifizieren von Bildern auf ihre Echtheit geht. Zum Outen von Fakes gibt es ein gesondertes Thema: Verifizierung von Manipulationen.

Johannes Ludwig