Diese Site lässt sich direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/OSINT. Sie ist Bestandteil des Themenschwerpunkts Investigativer Journalismus / Investigatives Recherchieren: www.ansTageslicht.de/investigativ.
Zunächst: Es ist die Abkürzung für “Open Source Intelligence”. Meint: Informationsbeschaffung aus öffentlich zugänglichen Quellen.
Mit dem Siegeszug des Internet, in dem jeder sich verwirklichen und beispielsweise selbst darstellen kann, so wie jeder das möchte, begann auch die Verbreitung der “Sozialen Medien”, bei denen im Gegensatz zu ‘klassischen’ Medien die Ersteller von Content gleichzeitig auch deren User sind bzw. sein können: Produzent und Konsument in einer Person. Die notwendigen Technologien sind benutzerfreundlich und/oder werden von Tec-Giganten bereit gestellt, die damit vor allem Geld verdienen. Die Verbreitung ist inzwischen weltumfassend, gehen in die Millionen, bei mannchen Social Media in die Milliarden.
Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen ein zweites Leben führen: in den Social Media im Internet. Und dort viele Informationen in Form von persönlichen Daten, Gedanken und Meinungen, Fotos und Videos preisgeben. Auf die dann nicht nur die eigenen “Freunde” oder Mitglieder eines spezifischen Netzwerks zugreifen können, sondern alle auf dieser Welt.
Die ersten, die auf die Idee kamen, solche Daten zu nutzen waren, waren die Geheimdienste. Die haben bekanntermaßen eigene spezifische Quellen und Methoden, an gewünschte Informationen zu gelangen, aber warum nicht auch auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgreifen?
So macht beispielsweise der BND kein Geheimnis aus der Nutzung von OSINT. Für ihn stellt dies bereits eine “klassische Aufkommensart” der Informationsbeschaffung dar. Andere sind “Human Intelligence” (HUMINT), “Imagery Intelligence” (IMINT) und “Signal Intelligence” (SIGINT). Dazu das ein oder andere ebenfalls, worüber ein geheimer Dienst aber weder spricht noch schreibt.
Auch für die journalistische Arbeit sind OSINT-Quellen unverzichtbar geworden, weil oft ausgesprochen ergiebig. Und vieles, was man in öffentlichen, halböffentlichen oder gar nicht-öffentlich zugänglichen staatlichen Registern nicht finden kann, lässt sich dann mittels OSINT-Techniken ausgraben. Manches sogar vergleichsweise einfach finden. Solche Techniken stellen wir hier vor: Wie man sie nutzen kann.
Die Anzahl der Quellen nimmt ständig zu. Solche, die sich im regulären Web (Internet) finden lassen, aber auch solche, die sich aus unterschiedlichen Gründen ins Dark Web (Darknet) begeben und sich dort im Schatten staatlicher Beobachtung ausbreiten. Zu letzterem gibt es ein eigenes Kapitel: www.ansTageslicht.de/DarkWeb.
Eine der wichtigen Zusammenstellungen von Toolkits ist in einem ausklappbaren Diagramm dargestellt: dem OSINT Framework:
Diese Darstellung von @jnordine (Twitter/X) wird nach eigenen Angaben im Lauf der Zeit aktualisiert und kann als Einstieg in die dort gelisteten Open-Source-Quellen genutzt werden.
Eine andere Option bietet das auf u.a. auf Cybercrime und Cybersecurity spezialisierte Unternehmen “NIXINTEL INTELLIGENCE & INVESTIGATIONS” an: https://nixintel.info/. Dort kann man ebenfalls kostenfrei die Nixintel's OSINT Resource List aufrufen, die wir hier aus rechtlichen Gründen nicht dokumentieren können.
Dies ist wohl die wichtigste Zusammenstellung: jene des internationalen “Recherchekollektiv's” bellingcat aus den Niederlanden (vormals Großbritannien). Unter https://bellingcat.gitbook.io/toolkit sind nach Themengebieten geordnet viele Tools gelistet:
Auf deren Startseite werden unter “Resources” konkrete Recherchebeispiele aufgeführt. Absolut Empfehlenswert.
Mit einem Klick auf das Schaubild können Sie sich direkt auf das “Online Open Source Investigation Toolkit” von bellingcat durchklicken und von dort dann in die jeweilige Suchkategorie.
Es ist die relevanteste Darstellung möglicher OSINT-Tools. Wir können sie nur empfehlen.
Im Folgenden stellen wir jetzt in 8 Kapiteln vor allem die Techniken und Zugänge zu den diversen Informationsmöglichkeiten vor. Nicht alles ist auf Anhieb zugänglich.
Johannes Ludwig
Immer mehr Menschen führen ein zweites Leben: online. Dies erleichert die Suche nach ihnen. Und anderen Informationen über sie. Wir zeigen, wie es geht.
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Viele, die ihr zweites Leben im Internet leben und dort alles mögliche posten, verstecken sich hinter anonymen Usernamen. Wir stellen Tools vor, die nicht immer, aber oft die dazugehörigen Klarnamen finden (können).
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Auch das wird manchmal notwendig: Die Identität einer Person durch Vergleich zu überprüfen. Dazu gibt es viele Tools.
weiterlesenDas "zweite Leben" vieler Menschen findet auf Social Media-Plattformen statt, auf denen sie viel preisgeben. Ideal für Rechercheure.
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Inhaber von Domainadressen, wenn es "natürliche Personen" betrifft, sind europaweit tabu. So schreibt es seit 2018 die DSGVO vor. Aber in manchen Fällen gibt es eine Lösung: wayback.
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Die einen wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen, andere Informationen verbuddeln. Mit "WayBack" kann man vieles wieder zu Tage fördern.
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Um klassische "Hacker"-Aktivitäten geht es nicht. Sondern darum, Informationen auf bestimmten Sites zu finden, die sonst nicht auffindbar wären. Etwa, weil sie nicht ausreichend abgesichert sind.
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Wir verlinken auf die umfangreichste Sammlung von Tools und weiterführenden Links: jene des niederländischen Recherchenetzwerks bellingcat.
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Hier geht es um automatisierte Suchtools (MALTEGO, Spider Foot), um mit großen Datenmengen digitale Ermittlungen durchführen zu können. Wir verlinken dazu auf die Toolkit-Sammlung von bellingcat.
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