Whistleblower - Menschen, die etwas bewegen

Ihre Geschichten und Schicksale sind chronologisch dokumentiert: die neuesten hier ganz oben.

Was "Whisteblowing" bedeutet und weshalb Alarmschlagen ganz oft unverzichtbar ist, erklären wir unter Was ist Whistleblowing? Und wer ist ein Whistleblower.


Whistleblower

Online am: 11.03.2019 | Aktualisiert am: 15.05.2019

Rudolf ELMER - ein Whistleblower aus Cayman Islands, den das schweizerische Bundesgericht freisprach, aber dennoch abstraft: lebenslang

Nach 14 Jahren, im Februar 2019, wird das Urteil des Schweizer Bundesgerichts über den Whistleblower veröffentlicht: Er wird freigesprochen davon, dass er das Schweizer Bankgeheimnis verraten hatte. Denn das gilt nicht auf den Cayman Islands, wo Drogenhändler, korrupte FiFa-Funktionäre, Mörder oder griechische Reeder ihre unversteuerten Gelder verstecken. ELMER hat das bekannt gemacht - zusammen mit WikiLeaks. Aber jetzt muss der Whistleblower alle Kosten bezahlen: 325.000 Schweizer Franken.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.03.2019 | Aktualisiert am: 12.05.2019

Hermann THEISEN - ein Whistleblower, der nicht aufgibt, auf illegale Waffenexporte und unbekannte Atomwaffenlager aufmerksam zu machen

Im Gefängnis gesessen, Strafbefehle abgewehrt, Gerichtsprozesse geführt. Immer ging es um Krieg und Waffen. Anders gesagt: gegen Krieg und gegen illegale Waffenexporte. Hermann THEISEN, der in seinem Beruf oft mit traumatisierten Flüchtlingskindern zu tun hat, und weiß, wovon er spricht, ist seit seiner Jugend engagiert. Und ein Whistleblower.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.02.2019 | Aktualisiert am: 27.04.2019

Swen ENNULLAT - ein Whistleblower, der zuletzt vom Hof gejagt wurde und als Bürgermeister zurückkehrte

Polizist in Sachsen-Anhalt und dort zum ersten Mal zum Whistleblower geworden. Folge: von der Polizeibehörde verjagt. Dann Staatsschützer in Berlin, danach Angestellter im Rathaus in Königs-Wusterhausen vor den Toren Berlins. Dort zum zweiten Mal als Whistleblower aktiv und vom Hof gejagt. Triumphal zurückgekehrt als Bürgermeister, der sich jetzt gegen Parteienfilz engagiert.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.02.2019 | Aktualisiert am: 07.05.2019

Julia und Vitaly STEPANOV - zwei Whistleblower, die mit Hilfe eines Journalisten das russische Staatsdoping enttarnen

Ohne sie wäre es auch heute noch immer nicht wirklich amtlich: Dass es in Russland ein staatlich 'gefördertes' Doping-System gibt. Und dass ein Großteil der auf internationalen Wettbewerben gewonnenen Medaillen ausschließlich Betrug geschuldet ist. Was dazu führt, dass Athleten, die es seinerzeit nicht auf die ersten drei Plätze geschafft haben, nachträglich ihre redlich erworbene Medaille erhalten

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 30.01.2019 | Aktualisiert am: 06.05.2019

ANONYMUS - ein Whistleblower aus der HVB-Bank, der dafür sorgte, dass ein Justizskandal zum Justizskandal werden konnte

Auf Justitita, die für Recht und Gesetz sorgen soll, sollte man sich nicht verlassen. Gustl MOLLATH, der ungerechtfertigterweise in der Psychiatrie eingesperrt war, weil es so seine "Ex" haben wollte, wäre nicht freigekommen, wenn nicht ein Whistleblower unbekannten Namens eingeschritten wäre. Und MOLLATH zur Freilassung verholfen hatte. Dabei aber auch Justiz und Politik bloßgestellt hat.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 28.01.2019 | Aktualisiert am: 02.05.2019

Michael EPP - der erste deutsche Whistleblower aus Dubai, der den False Claims Act in den USA nutzt

Die Supreme-Group ist ein weltweit agierender Konzern, den so gut wie niemand kennt: ein Logistik-Unternehmen, das Kriege begleitet. Panzer und Kanonen brauchen Treibstoff, die G.I.s der US-Armeen Coca Cola und Steaks aus der Heimat. Wer liefern darf, kann satte Gewinne einfahren, vor allem dann, wenn er betrügt. Michael EPP hat das nicht akzeptiert. Und Alarm geschlagen. Die Folge: Supreme musste ein halbe Milliarde Dollar an Strafe und Wiedergutmachung zahlen.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 07.01.2019 | Aktualisiert am: 04.05.2019

Miroslaw STRECKER - ein LKW-Fahrer, der zum Whistleblower wurde

Den Betrug am Verbraucher, beispielsweise bei Gammelfleisch, bemerkt der Verbraucher in der Regel nicht. Dazu bedarf es Whistleblower, die Alarm schlagen. LKW-Fahrer STRECKER hat es gemacht. Und war einer von vielen, die es gemacht haben. Ergebnis: Heute ist es für Betrüger schwieriger geworden, andere übers Ohr zu hauen.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 02.01.2019 | Aktualisiert am: 05.05.2019

Sven GRATZIK - ein Polizist, der gegen Neonazis kämpft, wird als Whistleblower kaltgestellt

"Hingucken" hieß die Devise in Sachsen-Anhalt, um Neo-Nazis Einhalt zu gebieten. Sven GRATZIK hatte wohl zu genau hingeguckt. Und wurde wie zwei andere seiner Kollegen abgestraft. So funktioniert(e) der Polizeiapparat in jenem Bundesland, das in der bundesweiten Statistik mit rechtsextremen Straftaten an erster Stelle steht.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.01.2019 | Aktualisiert am: 17.04.2019

Erwin BIXLER - ein Whistleblower, der das System der manipulierten Statistiken der Arbeitsämter zu Fall brachte

Pressekonferenz im Wohnzimmer eines Beamten. Das darf nicht sein. Aber es musste sein: Die Familie hatte Hunger und der Eisschrank war inzwischen leer - BIXLER's wurden belagert: von Journalisten, die alle ein Interview wollten. Denn Erwin BIXLER hatte gerade dem Bundesarbeitsminister erklärt, weil niemand anderes auf ihn hören wollte, wie einfach die Arbeitsämter (heute: Jobcenter) ihre Statistiken frisierten. Die Folgen: Die Arbeitsmarktpolitik wurde reformiert, BIXLER frühpensioniert.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.11.2018 | Aktualisiert am: 06.05.2019

Brigitte HEINISCH - eine Whistleblowerin, die als Altenpflegerin bis vor den Europäischen Gerichtshof gezogen ist. Und obsiegte

Das Offenlegen von Missständen ist nach der europäischen Charta der Menschenrechte durch die Meinungsfreiheit gedeckt. So hat es der allerhöchste Gerichtshof in Europa entschieden. Die Altenpflegerin wollte sich nicht damit abfinden, dass ihre betreuten Personen nur unzureichend versorgt werden. Wegen ihrer Kritik hatte sie der (staatliche) Arbeitgeber gefeuert.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.10.2018 | Aktualisiert am: 06.05.2019

Prof. Dr. Eberhard HILDT - ein junger Wissenschaftler wird zum Whistleblower ohne Angst um seine Karriere zu haben

Wer als angehender Wissenschaftler die eigene Elite kritisiert, verscherzt sich im Regelfall seine eigene Karriere - selbst wenn die Chefs Betrüger sind. Wissenschaftsbetrug bei der Krebsforschung ist besonders heftig, denn die Täuschung enttäuscht große Hoffnungen. In diesem konkreten Fall ist alles gut gegangen. Die Betrüger wurden enttarnt und der Hinweisgeber konnte trotzdem etwas werden: einer der bekanntesten deutschen Virologen.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.10.2018 | Aktualisiert am: 14.05.2019

Andrea FUCHS - eine Whistleblowerin aus der DZ Bank, die 20 Male gekündigt wurde

Urkundenfälschung(en), falsche Eidesstattliche Versicherungen vor Gericht, Insiderverrat, Manipulation(en) in der konzerneigenen Revisionsabteilung - Alltag in der DZ Bank, der Mutter aller Volksbanken und Raiffeisenkassen? Mit all dem musste sich Andrea FUCHS auseinandersetzen. Sie wurde insgesamt 20 Mal gekündigt, weil sie intern und extern Missstände angeprangert hatte.

weiterlesen

Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.06.2018 | Aktualisiert am: 04.06.2018

3 Rathäuser und 1 Kläranlage: eine schmutzige Geschichte"

Affären um Kläranlagen haben nicht den Charme, zum Dauerbrenner der Berichterstattung zu werden. Diese schon und sie steht an der B 472 im Tölzer Land und arbeitet für drei kleine Kommunen, die zusammen nur 7.000 Einwohner zählen. Dass die Missstände abgestellt wurden, hat der Tölzer Kurier mit seiner "Öffentlichkeitsarbeit" bewirkt. Die Geschichte wurde dafür 2018 mit einem "Wächterpreis" ausgezeichnet

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 11.04.2017

Whistleblower, Informanten und Journalisten: Wie der Sport sauberer von Korruption und Doping werden kann

Sport: die schönste Nebensache der Welt. So heißt es. Für viele ist Sport weit mehr: Ehrgeiz und Beruf(ung), Geld und Macht. Dies betrifft Sportler, Funktionäre und Politiker. Die Folgen in solchen Fällen: Betrug, Selbstbereicherung und Korruption. Oder auch Betrug und Doping. Um den Sport sauberer zu machen, bedarf es Whistleblower, Informanten und kritische Journalisten. Dies zeigen wir an Beispielen.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 28.09.2015 | Aktualisiert am: 28.09.2016

Flugzeugabsturz 1991 und SAS-Flugkapitän Oluf HUSTED

Als Eis von den Tragflächen der Scandinavian-Airlines-Maschine SAS-751 in die Triebwerke gerät, kommt es zur Bruchlandung. Die Warnungen des Flugkapitäns Oluf HUSTED hätten das verhindern können.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 20.07.2015 | Aktualisiert am: 20.10.2015

(Ex)Tour de France-Sieger Lance ARMSTRONG

Spitzensportler, Tour de France-Rekordhalter, Krebsbesieger. Für viele galt er lange Zeit als sportliches Idol und Held des Radsports. Doch nun ist bewiesen, dass diese über Jahre anhaltende Dominanz nicht durch hartes Training entstand, sondern, dass auch ARMSTRONG - wie viele seiner Radsport-Kollegen - mit systematischem Doping nachhalf. Die USADA (US-Anti-Doping-Agentur) deckte den Betrug 2012 schließlich auf. Dabei spielten auch Whistleblower wie Betsy und Frankie ANDREU und Floyd LANDIS eine große Rolle. Anfang 2013 gestand ARMSTRONG dann ein, was nunmehr jedem klar war: die Einnahme von Dopingmitteln während fast seiner gesamten Radsport-Karriere. Das (ehemalige) Sportidol geht nun als Betrüger in die Annalen ein ...

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 02.04.2015 | Aktualisiert am: 21.08.2015

Margrit HERBST im Kampf gegen die Rinderseuche BSE

Dass zermahlene Tierkadaver, die als Tiermehl im Futter von Rindern verwendet werden und später als Rindfleisch auf dem Essteller landen, nicht gerade appetitanregend wirken, leuchtet - zumindest heute - ein. Heutzutage wissen wir über Nahrungsketten mehr als vor über 20 Jahren. Dass Tiermehl, produziert aus an der Scrapie (Schafskrankheit) verendeten Lämmern, nicht nur die Rinder, sondern auch gefährlich für die Menschen werden kann, darauf hat z.B. die Veterinärin Dr. Margrit Herbst schon sehr frühzeitig ab 1990 hingewiesen. Ziemlich erfolglos - sie wurde wenig gehört. Aber für ihre Warnungen gekündigt. Erst im Jahr 2000 wurde die Problematik dann offiziell bestätigt. Dann war es sogar ein Thema für die BILD-Zeitung. Und löste politisch ein Chaos aus. Der Rücktritt zweier Minister (Landwirtschaft, Gesundheit) war nur der Anfang. Wir dokumentieren das Problem BSE und den Kampf der Whistleblowerin Margrit HERBST um Öffentlichkeit.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.04.2015 | Aktualisiert am: 18.04.2019

Rudolf ELMER: gegen Steuerflucht und Bankhaus Julius Bär

Wo und wie gewährt man Betrügern, korrupten Politikern, Drogenhändlern oder Mördern steuerlichen Unterschlupf, wenn man das noble Ansehen zuhause, im Bankenviertel von Zürich, nicht beschädigen will? Man macht es "offshore". Zum Beispiel auf Cayman Island. Einer der dagegen aufgestanden ist, wurde zum Whistleblower. Bis heute: Rudolf ELMER. Im Kampf gegen die Steuerflucht und die größte Privatbank in der Schweiz: Julius Bär.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 23.02.2015 | Aktualisiert am: 02.12.2015

Wo hierzulande Aufrichtigkeit nicht erwünscht ist: Der Fall Swen ENNULLAT

Zum zweiten Male Whistleblower geworden, mit 38 Jahren. Diesesmal im Land Brandenburg. Ort des Geschehens: Königs Wusterhausen (KW) vor den Toren Berlins. Wer dort Missstände aufgreifen und beseitigen will, hat schlechte Karten: alle Ebenen werden von einer Partei beherrscht, der SPD. Brandenburg ist das Gegenstück zu Bayern: Kontrolleur und zu Kontrollierende sind meistens in derselben Partei. Da kommt offenbar keiner ran. Und wenn doch, dann heißt das Ende der Karriere. Zumindest in Brandenburg.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.08.2014 | Aktualisiert am: 14.09.2015

Inge HANNEMANN – Kampf den Hartz IV-Sanktionen im Jobcenter

Inge HANNEMANN ist eine (ehemalige) Mitarbeiterin eines Jobcenters in Hamburg-Altona, die aufgrund ihres kritischen Blogs über das Hartz-IV-System seit April 2013 von der Arbeit freigestellt, aber nicht gekündigt wurde. HANNEMANN war die erste Mitarbeiterin eines deutschen Jobcenters, die sich öffentlich kritisch gegen die Arbeitsmarktpolitik der Agenda 2010 äußerte. Wir haben ihre Geschichte und ihre Beweggründe dokumentiert.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 25.04.2013 | Aktualisiert am: 20.11.2015

Mobbing + Whistleblowing in der DZ Bank: Andrea FUCHS zwanzig Mal gekündigt

Urkundenfälschung(en), falsche Eidesstattliche Versicherungen vor Gericht, Insiderverrat, Manipulation(en) in der konzerneigenen Revisionsabteilung - Alltag in der DZ Bank, der Mutter aller Volksbanken und Raiffeisenkassen? Die Dokumente, die wir präsentieren, und die Geschichte, die wir dazu erzählen, sprechen eine klare Sprache. Ebenso die Leidtragende dieser Geschichte: eine ehemalige Wertpapierhändlerin, Andrea FUCHS, die sich gegen derlei Machenschaften zur Wehr gesetzt hatte - sie wurde von der DZ Bank 20 Mal gekündigt ...

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 22.08.2012 | Aktualisiert am: 24.08.2015

Natalja WASSILJEWA – eine Pressesprecherin in Russland wird zur Whistleblowerin

Damit hatte niemand gerechnet: Dass kurz nach der zweiten Verurteilung des Oligarchen und PUTIN-Kritikers Mikhail CHODORKOWSKI im Dezember 2010 jemand öffentlich erklären würde, wie das Urteil zustande gekommen ist. Die (damalige) Pressesprecherin des Gerichts und Mitarbeiterin des Richters Nikolai DANILKIN hat es gewagt. Sie musste dafür auch die (beruflichen) Konsequenzen tragen. AnsTageslicht.de hat sie interviewt.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.02.2012 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Harald FRIEDRICH und das (schlechte) Trinkwasser aus der Ruhr

Die Karte veranschaulicht, worum es in diesem Whistleblowerfall geht: um die Versorgung von rund 4 Millionen Menschen entlang der Ruhr mit Trinkwasser. Dabei nimmt die Ruhr auf der einen Seite die Abwässer der Industrie und der Haushalte auf, auf der anderen Seite wird aus diesem "Oberflächengewässer" das Trinkwasser gewonnen. Bei perfektionierten Kläranlagen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die auf dem neuesten Stand der Technik wären, eigentlich kein Problem. Eigentlich.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 11.11.2011 | Aktualisiert am: 19.10.2015

Holzschutzmittel(prozess): Erich SCHÖNDORF gegen die Großchemie

Holz war in den 70er Jahren absolut 'in', egal ob Möbel, Häuser oder Inneneinreichtungen. Die BAYER-Tochter Desowarg konnte daher Holzschutzmittel ohne Ende verkaufen. Dass darin hochtoxische Stoffe wie PCP enthalten waren, darunter das Seveso-Gift Dioxin (TCDD), störte die Manager nicht - Hauptsache das Geschäft brummte. Als immer mehr Menschen erkrankten und die ersten starben, wurde der junge Staatsanwalt Erich SCHÖNDORF in Frankfurt/Main aktiv: 2.300 Anzeigen waren aufgelaufen. Von oben herab wurde er immer wieder gedeckelt - mürbe machen indes ließ er sich nicht. Er hatte sich rechtzeitig Verbündete gesucht: die Medien. Weil für eine Anklage der Kausalnachweis erbracht werden musste, ist die Anklageschrift erst nach 5 Jahren fertig. Jetzt beginnt die zweite Durststrecke: in der Justiz. Nach insgesamt 13 Jahren Kampf gegen das Kartell aus Grosschemie und Justiz gibt SCHÖNDORF auf. Immerhin hat er zum ersten Mal in der deutschen Justizgeschichte eine strafrechtliche Verurteilung von Unternehmensmanagern erreicht.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 25.07.2011 | Aktualisiert am: 16.01.2016

Ernest Bakschetsian - zwischen Mafia und Regierung

Wladiwostok, das Einfallstor für Importe, aber auch Schmuggelwaren aller Art, ist von Moskau weit weg: über 7 Zeitzonen entfernt, weshalb dort auch die Uhren anders ticken. Was in Moskau gewollt wird, muss noch lange nicht in Wladiwostok umgesetzt werden. Dies hat auch Ernest BAKSCHETSIAN zu spüren bekommen, der dort als oberster Zollchef Recht und Gesetz durchsetzen sollte. Und wollte. Die lokalen Strukten vor Ort und in der ganzem Region Primorje ließen das nicht zu: ein dicht gewebtes Netz aus Sicherheitsapparat, örtlichen Politikern und Geschäftsleuten, oft alles in Personalunion miteinander verquickt, sahen ihre Kreise gestört...

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 21.05.2011 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Guido STRACK: Ein EU-Beamter gegen OLAF

1999 musste die komplette EU-Kommission zurücktreten - unter dem Druck der Öffentlichkeit. Selbstbedienung, Begünstigung und Korruption hatten ein unerträgliches Maß erreicht. Die neue Kommission lobte Besserung. Was daraus geworden ist, erfahren Sie hier an diesem Fall des ehemaligen EU-Beamten Guido STRACK. Die Geschichte beginnt 2002. Und ist bis heute nicht zu Ende.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 05.10.2010 | Aktualisiert am: 09.12.2015

Keine Atomwaffenzünder für den Iran

Waffen verboten" - so wir hier auf diesem Schild heißt es beispielsweise in Hamburger S-Bahn-Bahnhöfen. Waffen in jeglicher Form sind absolut unerwünscht. Denn Waffen sind potenziell gemeingefährlich. Das sieht - im Prinzip - auch die internationale Staatengemeinschaft so, auch wenn sich viele daran nicht halten und Waffenproduktion oder Waffenexport zulassen oder nicht verhindern. In Deutschland ist es - eigentlich - verboten, Waffen oder relevante Bauteile in Krisengebiete auszuführen. Zum Beispiel auch in den Iran. Ein junger Zöllner hatte 2002 nachts und durch sofortiges Handelns genau so etwas verhindert. Er wurde entlassen. Grund: Er habe den Dienstweg nicht eingehalten.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 03.03.2010 | Aktualisiert am: 14.11.2015

Missbrauch durch Macht - Ministerialrat Dr. Wilhelm SCHLÖTTERER akzeptiert das nicht

Wer in Bayern als hoher Finanzbeamter darauf dringt, dass auch die "Großkopferten" korrekt ihre Steuern zahlen (sollen), legt sich schnell mit den Mächtigen an. VIP's wie "Kaiser Franz" oder der ehemalige Wienerwald-Chef Friedrich JAHN genossen im Freistaat Bayern lange Sonderstatus. So musste auch Dr. Wilhelm SCHLÖTTERER regelmäßig mit dem Bayern-Chef Franz Josef STRAUSS aneinandergeraten. SCHLÖTTERER wurde degradiert, aufs Abstellgleis geschoben. Kein Grund für den aufrechten Beamten, klein beizugeben. Und inzwischen ist auch vieles anders geworden. "Fälle" wie Uli HOENEß werden nicht mehr einfach so akzeptiert.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 26.02.2010 | Aktualisiert am: 25.11.2015

Steuerfahnder Klaus FÖRSTER gegen den Rest der Republik

Was der Steuerbeamte bei seiner täglichen Arbeit gefunden hatte, sollte sich zu einem der größten Skandale, der Flick-Parteispenden-Affäre ausweiten: Geldwäsche und Steuerhinterziehung in gigantischem Umfang. Die Beteiligten: neben dem Flick-Konzern, der auf diese Weise Steuern sparen wollte, alle große Parteien: CDU und CSU, SPD und FDP. Alle waren sich einig: Die Wahrheit sollte nicht ans Tageslicht kommen. Deshalb wirkte sich auch die Arbeit des aufrechten Steuerbeamten Klaus FÖRSTER schnell aus: "EdeKa" - "Ende der Karriere". Die Wahrheit kam trotzdem ans Tageslicht. Z.B. Geldwäsche mit aktiver Hilfe eines Klosters. Wer würde auch schon auf die Idee kommen, frommen Gottesmännern und gläubigen Nonnen Unredliches zu unterstellen? Rekonstruktion eines riesigen Skandals. Von Anfang an.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 23.01.2010 | Aktualisiert am: 25.01.2016

Bildungsmisere: missliebige, weil engagierte Lehrer

Mit dem Thema 'Bildungsmisere in Deutschland' setzt sich Michael OHNEWALD am Beispiel eines Portraits auseinander: Bildungsmisere: missliebige, weil engagierte Lehrer, die in Baden-Württemberg Alarm geschlagen und kritische Fragen an ihren obersten Dienstherrn gestellt haben.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 03.08.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Datenmissbrauch und Datenhandel: Detlef TIEGEL schlägt Alarm

"Das Wohl vieler überwiegt das Wohl des Einzelnen!" Dies ist nicht nur das Leitmotiv des Mr. SPOCK vom Raumschiff Enterprise, sondern auch die Devise von Detlef TIEGEL, geboren 1972 und seit 1996 in der Call-Center-Branche aktiv. 2008 kam es für ihn zum Schwur: Er entschied sich für das "Wohl vieler" ...

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 17.07.2009 | Aktualisiert am: 20.01.2016

Gammelfleisch: ein Informant und zwei Journalisten

Journalisten und Medien können immer nur (soviel) berichten, wie sie wissen. Oder wie ihnen zugetragen wird - über die üblichen "Pressemitteilungen" hinaus. Diese Geschichte ist ein Beispiel, wie ganz normale Menschen Veränderungen initiieren können: Letztlich entstand daraus eine Kooperation zwischen der Märkischen Allgemeinen Zeitung und dem TV-Magazin Report Mainz.

weiterlesen

Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.05.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Spendenskandal beim Kinderhilfswerk UNICEF

Einrichtungen wie UNICEF bzw. das "Deutsche Komitee für UNICEF e.V." sind non-profit - Organisationen, die vom Vertrauen derer leben, wenn ihnen Gelder für wohltätige Zwecke anvertraut werden. Dazu bedarf es ausreichender Transparenz und aktiver Kommunikation darüber, wo und wie dieses Geld verausgabt wird. Beziehungsweise den "Kindern der Welt" zugute kommt. Bei UNICEF war letzteres bis 2008 nicht der Fall. Recherchen und Berichte der Frankfurter Rundschau haben das geändert ...

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 01.05.2009 | Aktualisiert am: 26.02.2016

"Steueroase Hessen"? Oder: die hessische Steuerfahnder-Affäre

Mit einer Großdurchsuchung der Commerzbank AG in Frankfurt/M 1996 begann es. Mit rd. 60.000 Steuerhinterziehungsfällen ging es weiter - die rd. 100 Steuerfahnder in der Bankenmetropole kamen kaum mit der Arbeit hinterher. Kurz vor der Jahrtausendwende kam in Hessen dann die CDU an die Macht. Und ihre Liechtensteinische Parteifinanzierungstiftung "Zaunkönig" mit ihren Schwarzgeldern ans Tageslicht. Ministerpräsident Roland KOCH wollte danach Ruhe einkehren lassen. Die Steuerfahnder sollten über eine geheime "Amtsverfügung" gezwungen werden, bei ihrer Arbeit nicht mehr so genau hinzuschauen. Die Steuerbeamten wehrten sich - der Anordnung Folge zu leisten widerspräche Recht und Gesetz. Roland KOCH und seine Finanzverwaltung setzten die Daumenschrauben an: Zwangsversetzungen, Umorganisationen, Auflösung der Steuerfahndung, Psychiatrisierung der letzten aufmüpfigen Steuerfahnder. Bis heute ist diese Affäre nicht ausgestanden.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 02.03.2009 | Aktualisiert am: 01.01.2016

Gammelfleisch: Guten Appetit! Über Whistleblower und Informanten

Der Fleischverbrauch ist hierzulande hoch: durchschnittlich verspeist ein Bundesbürger 90 Kilogramm im Jahr. Andererseits: Die Lebensmittelpreise sind sehr niedrig - der Verbraucher ist gewohnt, vergleichsweise wenig Geld dafür auszugeben. Fleischfabriken, die mithalten oder Marktanteile sammeln wollen, müssen darauf reagieren. Wer gleichzeitig den eigenen Gewinn dabei maximieren möchte, greift zu unsauberen Methoden: bietet minderwertige Ware an, deklariert sie allerdings als frisches Fleisch. Im Jahr 2004 begann ein Skandal den anderen zu jagen - Gammelfleisch wurde zum Thema. Bundesweit. Sind die Verbraucher kritischer geworden? Gehören solche Betrügereien der Vergangenheit an? Schauen Sie rein in die Dokumentation. Und: Guten Appetit dabei!

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 02.02.2009 | Aktualisiert am: 11.12.2015

David gegen Goliath: Dr. Erich Diefenbacher gegen das Schweizer Bankenkartell

1945 in Wiesbaden wurde er zum Tode verurteilt - in Abwesenheit. Danach wuchs er in der Schweiz auf - seine neue Heimat. 1991 musste er von dort fliehen - nach Deutschland. Die Gründe finden sich in einer geheimen Akte der Schweizerischen Bundespolizei aus dem Jahre 1981 - unter "Motive des Schweizer Banken- und Anwaltkartells für die Eliminierung von Erich Diefenbacher aus dem Schweizer Rechts- und Wirtschaftsleben", gleich zu Beginn der fraglichen Akte.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 27.01.2009 | Aktualisiert am: 14.11.2015

Whistleblower Holger SPRENGER und VW. Wie der Autokonzern mit engagierten Mitarbeitern umgeht

Was "Hartz IV" bedeutet, weiß jeder. Die meisten kennen auch den Namensgeber: Peter HARTZ, lange Jahre oberster Personalchef bei VW. In seine Ägide fallen die sog. Lust- und Puffreisen von VW - Praktiken, mit denen man sich die Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder gefügig machen konnte. Dieser Skandal kam im Jahr 2005 ans Tageslicht. Bereits vorher gab es einen anderen: Betrug und Korruption im Konzern. Das bekam auch Holger SPRENGER am eigenen Leib zu spüren. Er versuchte dagegen vorzugehen. Und lief auf allen Ebenen auf. Bis hin beim Aufsichtsrat. Als er bei der Hauptversammlung aller Aktionäre Ferdinand PIECH damit konfrontierte, wurde SPRENGER gekündigt. Und weil er viele betriebliche Verbesserungsvorschläge gemacht hatte, aber um die Früchte betrogen wurde, gelang es ihm, sein ihm zustehendes Honorar per Gerichtsvollzieher bei VW einzutreiben.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 23.01.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

'Singen' für Europa: Stanley ADAMS - ein Whistleblower gegen Hoffmann-La Roche

Ein hochrangiger Manager des Schweizer Pharma-Multi Hoffmann-La Roche steigt aus und gibt der EU-Kommission in Brüssel interne Unterlagen über das weltweite Vitamin C-Kartell. Die Kommission durchsucht den Konzern, agiert aber ausgesprochen unprofessionell - die Pharma-Manager können sehen, wer der Informant war. Der wird jetzt gejagt, heimlich, während er sich in Sicherheit wiegt: zugesagter Schutz der EU-Kommission. Doch damit ist es nicht weit her. Stanley ADAMS wird geschnappt und wegen "Spionage" angeklagt. 20 Jahre Haft stehen in der Schweiz auf diesen Tatbestand.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 09.09.2008 | Aktualisiert am: 11.11.2015

Steuerhinterziehung im Finanzamt Münster: Werner Borcharding akzeptiert das nicht

Wenn 'Steuerbetrug' entdeckt wird, kommt es normalerweise zu einem Strafverfahren. Im konkreten Fall hatte man in den Finanzbehörden in Münster versucht, die Straftat 'niedrig zu hängen' bzw. das Ganze niederzuschlagen. Es hätte fast geklappt, wenn nicht der Steueramtsrat Werner BORCHARDING 1994 ein 'Weihnachtspaket' erhalten hätte. Die leidvolle Geschichte eines aufrechten Steuerbeamten.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 27.06.2008 | Aktualisiert am: 28.10.2015

Altenpflege: Brigitte HEINISCH in Berlin schlägt Alarm

Darf eine Altenpflegerin Alarm schlagen, wenn sog. bettlägrige Heimbewohner bis zur Mittagszeit ungewaschen bleiben? Und teilweise in ihrem Urin und Kot liegen (müssen)? Der Berliner Gesundheitskonzern Vivantes meint 'nein'. Brigitte HEINISCH sagte "ja!". Deswegen musste sie sich durch alle Instanzen der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit klagen. Und dann vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Erst dort hatte sie Erfolg: Whistleblowing ist ein Menschenrecht. Und das Recht der Öffentlichkeit auf Information ist wichtiger als das Geschäftsinteresse von Unternehmen.

weiterlesen

Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.05.2008 | Aktualisiert am: 20.08.2015

"Man muss nicht alles sehen". Wie 3 staatliche Neo-Nazi-Bekämpfer kaltgestellt wurden

"Hingucken" heißt das Motto der Landesregierung in jenem Bundesland, das an der Spitze der Statistik rechter Gewalttaten steht: Sachsen-Anhalt. "Man muss nicht alles sehn!" erklärt der Dessauer Polizeivizepräsident drei Staatsschützern, die bisher sehr erfolgreich waren in ihrem Kampf gegen "rechts". Dem Polizeichef tut seine Äußerung und seine Meinung keinen Abbruch. Die 3 Staatsschützer hingegen, die sich aktiv engagiert haben, müssen ihre Dienststelle verlassen und werden degradiert. Bis heute.

weiterlesen

Whistleblower

Online am: 03.03.2008 | Aktualisiert am: 08.11.2015

Gegen gefälschte Statistiken in den Arbeitsämtern: Erwin BIXLER

Eine Pressekonferenz im Wohnzimmer, die nicht sein durfte. Damit begann die Reform der Arbeitsmarktpolitik ab 2002. Sie endete in mehreren "Hartz-Reformen", z.B. "Hartz IV". Auslöser: Flächendeckende Manipulationen der Statistiken durch die Arbeitsämter. BIXLER hatte das früh erkannt und aufmerksam gemacht. Doch im Apparat der Arbeitsverwaltung mochte man Kritik oder Hinweise auf Missstände überhaupt nicht. BIXLER wurde totgeschwiegen. Bis er vom Bundesarbeitsminister nach Berlin einbestellt wurde. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf: Die Arbeitsmarktpolitik wurde verändert, BIXLER sozusagen entlassen.

weiterlesen

An wen man sich sonst wenden kann

Viele Ansprechpartner gibt es nicht. Aber einige. Wir sagen, wer wo und wie

Der tägliche Blog des Whistleblower-Netzwerks

WBNW_Logo

Hier geht's direkt zum Blog des Whistleblower-Netzwerks